Bayern

Tanz auf und vor der großen Bühne der Humanisten auf dem Corso Leopold 2018

BfG fordert Teilnahme an Söders "Runden Tisch zu Werten, Kultur und Identität" ein

Gehören Säkulare und Konfessionsfreie nicht zu Bayern?

In den gestrigen Morgennachrichten konnte man erfahren, dass der bayerische Ministerpräsident Markus Söder – vermutlich aufgrund des Wirbels des von ihm angeregten Kabinettsbeschlusses, in allen bayerischen Behörden im Eingangsbereich Kreuze aufzuhängen – nun einen runden Tisch zu Werten, Kultur und Identität einrichten möchte.

Kreuzfreund Söder stellt sich bewusst gegen das Recht. Auch in den USA hätte er keine Chance.

Religion als Laienschauspiel

Im Vorfeld der Landtagswahl im Oktober inszeniert sich Markus Söder als aufrechter Glaubenskämpfer und verstößt dabei bewusst gegen geltendes Recht. In den USA werden Kreuzfreunde wie er seit Jahren gerichtlich zur Unterlassung verdonnert – dank der "Freedom From Religion Foundation".

IBKA

Atheistenverband gegen Kreuze in Behörden

Als unerhörten und massiven Verstoß gegen die weltanschauliche Neutralität des Staates kritisiert der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) die Ankündigung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, dass in jeder Behörde künftig ein Kreuz hängen müsse.

Markus Söder verstößt gegen das Gebot der weltanschaulichen Neutralität

"Ein klarer Verfassungsbruch, den wir nicht klaglos hinnehmen werden!"

"Der Beruf des Politikers ist bedauerlicherweise kein klassischer Ausbildungsberuf, der ein Mindestmaß an Know-how voraussetzt. Ansonsten müsste Markus Söder wissen, dass auch bayerische Politiker dem Gebot der weltanschaulichen Neutralität des Staates verpflichtet sind!" Mit diesen Worten kommentierte gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon den Entschluss des bayerischen Ministerpräsidenten, Kreuze in den öffentlichen Einrichtungen seines Landes aufzuhängen.

Markus Söder

In Bayern sollen in allen öffentliche Gebäuden Kreuze aufgehängt werden

Söders Katze

Schrödingers Katze dürfte wohl jedem hpd-Leser ein Begriff sein. In dem Experiment weiß man nicht genau, was aus der Kiste kommt, wenn man sie öffnet. Man kann sich aber ziemlich sicher sein, dass aus "Söders Kiste" nur Unfug kommen kann.

Kantar Emnid Umfrage

Bayern: Mathe beliebter als Religionsunterricht

Laut einer jüngst vorgestellten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid im Auftrag der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ist Religionsunterricht in Bayern nicht besonders beliebt. Ein Viertel der Befragten sprach sich ferner für die Abschaffung des Religionsunterrichtes als ordentliches und damit verpflichtendes Lehrfach aus.

Kommentar

Von Sparern und Zockern

Die katholische Kirche gibt in diesen Wochen kein gutes Bild ab. Im Erzbistum Hamburg sollen acht Schulen geschlossen werden, in Eichstätt werden 50 Millionen verzockt. Die Gewinnoptimierung in jenem Glaubensverein, der sich so gerne als bedürftig präsentiert, scheint das Imageproblem der katholischen Kirche nicht gerade zu verbessern.