Debatte

Rechtliche Lage bei aktiver, indirekter und passiver Sterbehilfe sowie der Suizidbeihilfe

Italien: Debatte über die Zulassung von Sterbehilfe

Im Herz des Katholizismus, in Italien, wird gerade aktuell eine angeregte Debatte über das Thema Eutanasia (Sterbehilfe) geführt. Im Deutschen kann man den Begriff Euthanasie (Griechisch für "schöner Tod") nicht mehr so ohne weiteres verwenden, ist dieser Begriff doch seit der NS-Zeit mit der massenhaften Wegsperrung und Tötung von Menschen mit Behinderung assoziiert. In Italien wie auch in Belgien und den Niederlanden, steht der Begriff jedoch für die ethisch-philosophische Debatte um das Zulassen von aktiver oder passiver Sterbehilfe.

Sterbehilfedebatte

Das Recht auf die eigene Entscheidung

Im Zuge des Ende 2015 verschärften Strafrechts (§ 217) sowie der Verbotsnorm § 16 Satz 3 der Musterberufsordnung (MBO) kommt das umfassende Kompendium der straf- und standesrechtlichen Regelung der ärztlichen Beihilfe zum Suizid passend. Die mit Summa cum laude ausgezeichnete Promotionsarbeit stellt eine umfassende Faktensammlung dar und bietet eine wertvolle Argumentationshilfe für die komplizierte Materie.

Dr. Horst Groschopp

Fünf Thesen über den Humanismus

Humanismus aktuell

In der letzten Ausgabe der Zeitschrift "Materialien und Informationen zur Zeit" (MIZ) erschien ein Beitrag von Horst Groschopp. Der ehemalige Präsident des HVD beklagt darin die "grundsätzliche Distanz derjenigen, die sich als Atheisten organisieren", gegenüber dem Humanismus. Im Atheismus sieht der Autor des Buches "Pro Humanismus" keine Weltanschauung, doch für die politischen Herausforderungen unserer Zeit hält er eine "ordentliche Weltanschauung" für die beste Grundlage, diese erfolgreich zu bestehen.

Bundesparteitag der Partei DIE LINKE

Laizismus-Debatte bei den LINKEN

Strikter Laizismus oder Säkularisierung der Gesellschaft?

Auf zwei Landesparteitagen der Partei DIE LINKE wurden Beschlüsse angenommen, die einen strikten Laizismus fordern. Der ehemalige Professor für Sozialethik an der Universität Marburg, Franz Segbers, kritisiert diese Beschlüsse mit dem Hinweis, dass eine konsequent linke Religionspolitik alle drei Aspekte des Menschenrechts auf Religionsfreiheit ernst nehmen müsse: Die Freiheit zur Religion, die Freiheit vor der Religion und aber auch die Freiheit, Religion öffentlich zu praktizieren.

Dr. Thomas Heinrichs

Zum neuen Buch von Horst Groschopp

Pro Humanismus!

Horst Groschopps neues Buch, "Pro Humanismus. Eine Zeitgeschichtliche Kulturstudie" mit einer Dokumentation, ist allen organisierten Humanisten, insbesondere denen, die die Geschichte ihres Verbandes nicht aus eigener Erfahrung seit den 90ziger Jahren des letzten Jahrhunderts kennen, sehr zu empfehlen. Groschopp zeichnet detailliert die Entstehung der humanistischen Verbände nach.

Abschlussbericht der Kommission "Weltanschauungen, Religionsgemeinschaften und Staat" von Bündnis 90/Die Grünen

Debatte bei Bündnis 90 / Die Grünen

Religions- und Weltanschauungsfreiheit in der offenen Gesellschaft

Im November steht der grüne Bundesparteitag in Münster bevor. Üblicherweise weist der hpd nicht auf Parteitage der im Bundestag vertretenen Parteien hin. Doch in diesem Fall ist etwas anders: Auf dem Parteitag soll grundsätzlich über das Thema "Religions- und Weltanschauungsfreiheit in der offenen Gesellschaft" debattiert werden. Der grüne Bundesvorstand hat dazu bereits einen Grundsatzbeschluss vorbereitet.

Rezension

"Die Grenzen der Toleranz" – der neue Michael Schmidt-Salomon

Der Philosoph und Publizist Michael Schmidt-Salomon legt mit "Die Grenzen der Toleranz. Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen" einen Kommentar zur aktuellen Islam-Debatte vor, welcher aber auch Grundsatzfragen für eine offene Gesellschaft erörtert. Der Autor nimmt dabei eine differenzierte Position ein und plädiert für eine rational entwickelte Auffassung von Toleranz, womit man es zwar nicht mit einem hochphilosophischen Buch, aber einem beachtenswerten Debattenbeitrag zu tun hat.

Pressekonferenz zur Bildung des Bündnisses

Erklärung des "Bündnisses für Selbstbestimmung bis zum Lebensende"

Der neue § 217: Unverhältnismäßig – Schlecht begründet – Unnötig!

BERLIN. (hpd) Die acht im "Bündnis für Selbstbestimmung bis zum Lebensende" vertretenen humanistischen Organisationen Deutschlands sind besorgt über die Folgen des im Dezember 2015 in Kraft getretenen Strafgesetzes zur geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung. Sie lehnen dieses Gesetz nach wie vor als schlecht begründet und unverhältnismäßig strikt ab.