Ethikunterricht

Urteil: Atheisten haben kein Recht auf Ethik

FREIBURG. (hpd) Das Recht auf staatlich garantierten Religionsunterricht steht im Grundgesetz, ein Recht auf Ethikunterricht lässt sich nirgends herleiten. Die Verfassung will Atheisten diskriminieren. So urteilte am Freitag das Verwaltungsgericht Freiburg. Es wies die Klage einer konfessionsfreien Mutter ab. Sie hatte eine ethisch-moralische Bildung für ihre nichtreligiösen Kinder als verfassungsrechtlich gesicherten Anspruch gesehen. Dem erteilten die Richter eine klare Absage. Die Klägerin erklärte, in Berufung gehen zu wollen.

Ein Land sucht seine Ethik

WIEN. (hpd) Österreichs Konservative und Religionsgemeinschaften wollen Schüler, die keinen Religionsunterricht besuchen, zum Ethikunterricht zwangsverdonnern. Eine erste Stufe zur möglichen Einführung war eine Enquete im Parlament in Wien. Die Ergebnisse sind unklar.

Alle dürfen mitreden – nur Konfessionsfreie nicht

WIEN. (hpd) Unter dem Slogan „Alle dürfen mitreden – nur die Betroffenen müssen schweigen“ protestieren die Konfessionsfreien in Österreich gegen die einseitige religiöse Ausrichtung einer Parlamentarischen Enquete zur Werteerziehung durch Religions- und Ethikunterricht mit 28 Religionsvertretern aber ohne Konfessionsfreie.

An den Zitzen der Macht

GRAZ. (hpd) Der evangelische Bischof Michael Bünker tut sich besonders hervor in der Kampagne für einen verpflichtenden Ethikunterricht in Österreich für alle, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen. Zum Teil aus Eigeninteresse. Zum Teil mimt er ungewollt das Feigenblatt für katholische Machtansprüche im Bildungswesen.  Ein Kommentar von Max Bitter.

Was den Heidenkindern fehlt

WIEN. (hpd) Kirchliche Vorfeldorganisationen und ein Ethikprofessor wollen einen flächendeckenden Ethikunterricht für alle Kinder in Österreich, die nicht in den konfessionellen Religionsunterricht gehen. Die Forderung findet breites Echo in den Medien – und stößt erstmals auf merkbaren Widerstand.

Bischof Bünker empfängt Konfessionsfreie

WIEN. (hpd) Keine Einigung bei einstündigem Gespräch. Im Konflikt um den Ethikunterricht für Kinder, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, haben der evangelische Bischof Michael Bünker, Oberkirchenrat Prof. Mag. Karl Schiefermair und vier Vertreter des Zentralrates der Konfessionsfreien – Univ. Prof. Dr. Heinz Oberhummer, Dr. Erich Eder, Niko Alm und Philippe F. Lorre – das Gespräch gesucht.

Klage für Ethik an der Grundschule

FREIBURG. (hpd) Mehr als die Hälfte der Schüler der Karoline-Kaspar-Schule in Freiburg gehören keiner Konfession an. Ein Anteil, der die Einführung eines adäquaten Ersatzunterrichtes für das Fach Religion eigentlich selbstverständlich machen sollte. Da das Kultusministerium Baden-Württemberg hier allerdings ganz anderer Auffassung ist, wurde jetzt von Seiten der Eltern Klage eingereicht.

Mehrheit für gemeinsamen Ethikunterricht

BERLIN. (hpd) Das Meinungsforschungsinstitut forsa hat Ende März eine Repräsentativumfrage zur Haltung der Berliner zum Ethik- und Religionsunterricht durchgeführt. Das Hauptergebnis ist: Die Mehrheit der Berliner plädiert für einen gemeinsamen Ethikunterricht.

Zusammen leben – am besten gemeinsam

BERLIN. (hpd) Das Abgeordnetenhaus von Berlin verabschiedete in seiner gestrigen (5. März 2009) Sitzung eine Entschließung zum Ethikunterricht in Berlin mit dem Titel „Gemeinsam statt getrennt. Für einen gemeinsamen Ethikunterricht!“. Dies erfolgte mit den Stimmen der  SPD, der Linkspartei und Bündnis 90/Die Grünen, die zu den Oppositionsparteien zählt, (88 Ja- zu 46 Nein-Stimmen).