Forschung

Spielt sie Verstecken oder schmückt sie sich - heranwachsende Orang-Dame Zoo Berlin

Ästhetische Selbstoptimierung vielleicht nicht nur allzu menschlich

Können Tiere eitel sein?

Was wir an Tieren schön finden, abgesehen von ihrer Anmut, die Muster ihrer Felle und Gefieder, entstanden zur Abschreckung, zur Arterkennung und sollen den potentiellen Partner beeindrucken. Aber schmücken sich Tiere auch? Nein, meint Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard in ihrem jüngsten Essay. Doch, meinte ein Leser unserer Rezension. Videos mit Papageien, die sich lange Papierstreifen ins Gefieder stecken, kursieren auf YouTube.

Solarwärmekraftwerk PS10 bei Sevilla, Spanien

Forschungsinitiative zielt auf gesellschaftlichen Wandel zur Energiewende

Zurück in die Zukunft der Energie

Der Klimawandel wird sich nur mit einer weltweiten Energiewende eindämmen lassen. Die Energieversorgung neu zu ordnen, fordert die Menschheit dabei nicht nur technisch und naturwissenschaftlich heraus, sondern auch sozial und ökonomisch.

Christiane Nüsslein-Volhard: Wie Schönheit in der Natur entsteht

Eine Zoologie der Zierde

Nur der Mensch ist eitel und bedient sich der Schönheit anderer Tiere, ihrer Federn und Felle, um sich zu schmücken. Alle anderen Tiere spricht nur die arteigene Schönheit an. Nur der Mensch kann ein bewunderndes Interesse für die Schönheit von Lebewesen jenseits der eigenen Artgrenze entwickeln. Wie und warum die "Schönheit der Tiere" entstand, beleuchtet die Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard in einem jüngst erschienen Essay.

Manche der in Mitteleuropa lebenden Amseln ziehen im Winter in den Süden. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass sie so die kalte Jahreszeit eher überleben als ihre Artgenossen, die vor Ort bleiben.

Zugvogel sein lohnt sich

Schätzungen zufolge leben allein in Europa mehr als anderthalb Milliarden Singvögel. Etwa die Hälfte davon bricht im Herbst in nicht einmal einem Dutzend Nächten in Richtung Süden auf. Dort ist es zwar wärmer, und es gibt ausreichend Nahrung. Der Flug dorthin ist jedoch entbehrungsreich und gefährlich. Lohnt sich der Aufwand für Zugvögel also überhaupt? 

rousettus egyptiacus

An der Tel Aviv University ist man den Dialekten der Fledermäuse auf der Spur

Wolkengesänge der Flughunde

Es braucht einen ganzen Flughundschwarm, um dem Nachwuchs beizubringen, sich zu artikulieren, das fanden Yossi Yovel und sein Team von der Tel Aviv University heraus. Es sind nur wenige Säugetiere außer dem Menschen bekannt, welche die Kommunikation mit den Artgenossen erst lernen müssen, darunter Robben und Wale – und Fledermäuse, zu denen die Flughunde gehören.

Schimpansen sind höchst kommunikative Tiere. Sie teilen ihren Artgenossen aber nur das mit, was diese noch nicht wissen.

Lautäußerungen bei Schimpansen durch sozial-kognitive Prozesse beeinflusst

Schimpansen passen Kommunikation an Artgenossen an

Menschen berücksichtigen beim Kommunizieren, ob ihrem Gegenüber bestimmte Informationen bereits zur Verfügung stehen und passen den Inhalt ihrer Äußerungen entsprechend an; eine Fähigkeit, die anderen Tieren, zumindest bisher, nicht zuerkannt wurde. Wissenschaftler zeigen jetzt, dass frei lebende Schimpansen aus dem Budongo Forest in Uganda andere Artgenossen nur dann vor einer Gefahr warnen, wenn sie annehmen, dass diese nicht schon von ihr wissen. Die neuen Ergebnisse zeigen, dass die vokale Kommunikation von Schimpansen komplexer ist als bisher angenommen.

Schimpansen bei der gegenseitigen Fellpflege.

Schimpansen und Mangaben stören die Beziehungen von Artgenossen

Eifersüchtige Menschenaffen?

Menschen schließen nicht nur komplexe und lang anhaltende soziale Beziehungen mit Freunden, Familie und romantischen Partnern. Sie registrieren auch mögliche Bedrohungen, denen diese Beziehungen ausgesetzt sind, und schützen sie eifersüchtig vor Außenseitern. Menschen beobachten auch Veränderungen im Beziehungsgeflecht um sie herum und versuchen Bündnisse zu verhindern, die ihnen langfristig schaden könnten.

Bereits sechs Monate alte Babys können die Wahrscheinlichkeit abschätzen, mit sie einen Ball einer bestimmten Farbe erwarten.

Kleinkinder können Wahrscheinlichkeiten abschätzen

Eine der wichtigsten Fähigkeiten unseres Gehirns ist es, aus wenigen vorhandenen Daten allgemeine Schlussfolgerungen über unsere Umgebung zu ziehen, um so möglichst viele Unsicherheiten zu vermeiden. Dafür schätzt es ständig ab, wie wahrscheinlich ein Ereignis ist und erkennt so statistische Regelmäßigkeiten. Als Erwachsene haben wir so eine grobe Vorstellung über die Wahrscheinlichkeit verschiedener Geschehnisse. Bisher war jedoch unklar, ab welchem Alter wir in der Lage sind, Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen.

Kookoburra  (Dacelo novaeguineae)

Warum Vogel-Singles anderen bei der Brutaufzucht unterstützen

Helfer dürfen bleiben

Bei etwa neun Prozent aller Vogelarten erhalten Elterntiere Unterstützung bei der Brutaufzucht durch Artgenossen. Nur in etwa zehn Prozent der Fälle davon sind die Helfer Verwandte. Was bewegt sie dazu, fragt Sjouke Kingma von der Universität Groningen in einem Aufsatz der Zeitschrift "Nature Communications". Er nahm 44 Vogelarten genauer unter die Lupe.