Forschung

Orang-Utan

Leben im Zoo fördert Neugier

Eine neue Studie, die wilde und in Zoos gehaltene Sumatra-Orang-Utans vergleicht, zeigt, dass das Leben im Zoo das Verhalten von Orang-Utans gegenüber ihrer Umwelt erheblich verändert. Die Forschenden haben bei 51 Orang-Utans im Alter von 0,5 bis 76 Jahren über 12.000 Fälle aktiver Manipulation und visueller Untersuchung von Objekten analysiert.

Symbolbild

Pandemie: Alte Rollenbilder, neue Arbeitswelt

Neue Studien der Soziologin Caroline Berghammer zeigen, wie der Homeoffice-Anteil während der Lockdowns stark anstieg und sich seither auf einem höheren Niveau stabilisiert hat. Gleichzeitig hat sich die Verteilung von Erwerbs- und Fürsorgearbeit nach der Pandemie wieder an frühere Muster angepasst.

Die gute Mutter – ein unerreichbares Ideal

Zum Muttertag regnet es Dankesworte und Geschenke. An den übrigen 364 Tagen überwiegen Anforderungen und gesellschaftliche Erwartungen, was eine gute Mutter ausmacht. Welche Normen zur Mutterschaft und idealisierte Leitbilder in Österreich wirken und wie (berufstätige) Mütter damit umgehen, untersuchten Soziologinnen der Universität Wien quer durch Österreich.

Soziales Miteinander bei den Bonobos

Bonobos reagieren negativ auf Ungleichbehandlung

Die Frage, ob nichtmenschliche Tiere einen Sinn für Fairness haben, ist in der Forschung viel diskutiert worden. Einige Studien deuten darauf hin, dass Primaten und andere kooperative Arten eine Abneigung gegen Ungleichheit zeigen, während andere argumentieren, dass Reaktionen auf ungleiche Belohnungen durch Frustration, soziale Enttäuschung oder Nahrungserwartung erklärt werden können. Um die evolutionären Ursprünge von Fairness besser zu verstehen, haben Forscherinnen und Forscher die Abneigung von Bonobos gegen Ungleichbehandlung untersucht.

Wie effektiv sind Triggerwarnungen?

Der Schutz von vulnerablen Gruppen gewinnt in der Öffentlichkeit zunehmend an Bedeutung. Doch nicht alle Maßnahmen halten, was sie versprechen. Ob Triggerwarnungen wirklich helfen, negative Emotionen zu regulieren, untersucht ein Artikel im jetzt erschienenen Skeptiker 1/2025. Weitere Themen der Ausgabe sind das Turiner Grabtuch, die spirituellen Wurzeln von Chiropraktik und Osteopathie sowie ein gigantischer Betrugsskandal in der Wissenschaft. Außerdem spricht der bekannte Skeptiker und Buchautor Steven Pinker über die Situation von Wissenschafts- und Meinungsfreiheit.

Symbolbild

"Wir haben es mit einer grundsätzlichen Infragestellung von Wissenschaft zu tun"

Am 8. März war Internationaler Frauentag. Seit er 1911 ins Leben gerufen wurde, sind viele Dinge passiert, auf die seitdem insbesondere die Geschlechterforschung blickt. Einiges wurde erreicht, an anderen Stellen gibt es Nachholbedarf. Aktuell – zum Beispiel in den USA – zeichnen sich Entwicklungen ab, die Gleichstellungsbemühungen konterkarieren und bereits Erreichtes rückgängig machen.

Orang-Utans

Menschenaffen besitzen ein soziales Gedächtnis

Wie beeinflussen soziale Modelle das Gedächtnis von Menschenaffen? Das untersuchten Forschende des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, indem sie jungen und erwachsenen Menschenaffen Videos zeigten, in denen eine menschliche Hand oder ein mechanischer Greifarm einen Turm baute. Dabei erinnerten sich erwachsene Menschenaffen besser an die von Menschenhand gebauten Türme als an die von dem Greifarm gebauten. Welche Mechanismen dem zugrunde liegen, untersuchte das Team mittels einer KI-basierten Videoanalyse.

Kann weg, weil woke – Das Ende der US-Wissenschaften

Mit einer simplen, kontextlosen Stichwortsuche meint Ted Cruz, Milliarden an Fördergeldern für "woke" Wissenschaftsprojekte entdeckt zu haben. Das Weiße Haus streicht wie im Fieberwahn die staatlichen Forschungsgelder zusammen. Diese Politik der Kettensäge wird die US-amerikanische Wissenschaftslandschaft nachhaltig zum Schlechteren verändern.