Gedenken

Hannelore Brenner

Room 28 – eine Keimzelle der Menschlichkeit

Im März 2017 erschien bei Edition Room 28 ein Kompendium zum Room 28 Bildungsprojekt. Es beruht auf dem Schicksal jüdischer Mädchen, deren Wege einst im Ghetto Theresienstadt zusammentrafen. Für den hpd sprach Evelin Frerk mit der Autorin Hannelore Brenner.

Die Künstler beim Anbringen des Mahnschildes

Aufklärung unerwünscht

Stimmen die bayerischen Behörden mit dem braunen Geschichtsrevisionismus des AfD-Politikers Björn Höcke überein - oder stehen sie auf dem Boden des modernen Rechtsstaates, der seine Stärke aus der schonungslosen Aufarbeitung der Vergangenheit gewinnt? Nicht zuletzt um diese Frage geht es am kommenden Donnerstag in einem Verfahren am Münchner Landgericht, das klären soll, ob der Aktionskünstler Wolfram Kastner (Mitglied des GBS-Beirats) gesetzeswidrig handelte, als er ein "Ehrenmal für Alfred Jodl" in ein "Schandmal für einen NS-Kriegsverbrecher" umgestaltete.

"Würdige Gedenkkultur" für Werler "Hexenverfolger"?

Der Rat der Stadt Werl hat einen Antrag auf Umbenennung der Straße "Kleinsorgenring", die 1961 nach Angaben der Stadt nach der Familie Kleinsorgen, einer angeblichen Patrizierfamilie, benannt wurde, abgelehnt. Aus der Familie Kleinsorgen stammen Hexenjäger, die in Werl und im kurkölnischen Herzogtum Westfalen ihr mörderisches Unwesen trieben. Mit der Beibehaltung des Straßennamens konterkariert der Werler Bürgermeister sein Versprechen für eine "würdige Gedenkkultur" der Opfer der Werler Hexenverfolgung.

Geschändete Grabstätte

Grabschändung und Körperverletzung

Der echte Oberbayer Wolfgang Sellinger straft das deutschlandweit bekannte Bild des klassischen Bayern Lügen. Nicht in jedem Punkt, aber in einem dafür umso deutlicher. Mit der die Bayern häufig noch heute kennzeichnenden Gottesfürchtigkeit ist es bei ihm nicht weit her.

Werl: Marktplatz mit Wallfahrtsbasilika

Fünf Jahre Planung für ein paar Stolpersteine!

WERL. (hpd) Wie die westfälische Wallfahrtsstadt Werl die Vergangenheit der Judenverfolgung in der Stadt aufarbeitet und dabei die eigene Schande, wie sie die Juden aus der Stadt vertrieben haben, ausblendet. Der Genozid an über 70 Menschen aus Werl, die auch namentlich bekannt sind und innerhalb weniger Jahre als Hexen und Zauberer in der Stadt ermordet wurden, scheint ins Vergessen zu geraten.

Humanisten fordern Umbenennung einer Haltestelle

BERLIN. (hpd) In Dresden müsse man seit über einem Jahr jeden Montag erleben, wie Menschen sich auf Volkssouveränität und Demokratie berufen, die sie jedoch am liebsten – schaut man hinter die öffentlichen Reden – abschaffen würden, so der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) Dresden.