Medien

TV-Nachlese

Reformationsjubiläum mit Jan Böhmermann und Philipp Möller

In der Woche des Reformationstags widmete sich am Donnerstag die jüngste Ausgabe des NEO MAGAZIN ROYALE dem Reformationsjubiläum. Jan Böhmermann lieferte eine herrliche Persiflage auf die Jubelfeiern zu 500 Jahren Reformation – mit Luther-Zitaten aus dem Giftschrank der Geschichte. Passend dazu war der "Gottlos glücklich" Autor Philipp Möller zu Gast in der Sendung des bekennenden Atheisten.

Schweiz

Realitätsverlust oder religiöse Verflechtungen beim SRF?

Der Verein Dignitas – Menschenwürdig leben – Menschenwürdig sterben hinterfragt den Entscheid von Schweizer Radio und Fernsehen SRF, die Fernsehspots von Exit (Deutsche Schweiz) mit Anita Fetz, Peach Weber und weiteren nicht auszustrahlen. Die Behauptung des SRF, Freitodbegleitungen seien "nicht nur politisch, sondern auch gesellschaftlich stark umstritten" zeigt, dass das SRF entweder die Realität nicht kennt oder wegen politisch-religiöser Angst eine von Gegnern der Selbstbestimmung im Leben und Lebensende gerne missbrauchte falsche Behauptung kopiert.

Medien und Rechtspopulismus – Analysen zum Kontext

Wie rechte Populisten Politik machen

Der Politikwissenschaftler Johannes Hillje legt mit "Propaganda 4.0. Wie rechte Populisten Politik machen" ein erstes Buch zum Kontext von Medien und Rechtspopulismus vor. Es handelt sich eher um eine argumentativ reflektierende, weniger um eine streng wissenschaftliche Arbeit, die aber gleichwohl viele beachtenswerte Analysen und Reflexionen zur Medienstrategie von Rechtspopulisten enthält.

Ingrid Matthäus-Maier

Ingrid-Matthäus-Maier über ihre Arbeit im Rundfunkrat

Eine säkulare Stimme im WDR

Seit zehn Monaten sitzen Ingrid-Matthäus-Maier, Juristin und Politikerin, ehemals stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, und ihr Stellvertreter Rainer Ponitka, Geschäftsführer des Internationalen Bunds der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA), für drei säkulare Organisationen: den Humanistischen Verband Deutschlands (HVD), IBKA und die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) im Rundfunkrat des WDR.

Umfrage zu "Frau S. will sterben", 2.10., 21.45 Uhr im Ersten

Mehrheit würde leidendem Angehörigen beim Suizid helfen

Nach einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap antworteten 53 Prozent, dass sie persönlich einem schwerstkranken Angehörigen zu einem freiverantwortlichen Suizid helfen würden – die Frage ist nur: wie soll das ohne die verbotene ärztliche Hilfe gehen? Anlass für die vom SWR in Auftrag gegebene Umfrage ist der Themenabend "Selbstbestimmtes Sterben" im Ersten am Montag, 2. Oktober 2017.

Dritte Runde der Programmbeschwerde an den MDR wegen der Diffamierung Konfessionsfreier

Rolf Schwanitz, ifw-Beirat, hatte am 12. Juni 2017 eine Programmbeschwerde wegen der Diffamierung Konfessionsfreier an Prof. Dr. Karola Wille, die Intendantin des MDR und derzeit auch ARD-Vorsitzende, eingereicht. Denn der MDR hatte im Rahmen der Luther-Themenwoche "Woran glaubst Du?" in dem Beitrag "Glaube beeinflusst soziales Verhalten" Nichtkirchenmitglieder als unsozialere Menschen bezeichnet.

Cover Lügen die Medien

Rezension

Lügen die Medien?

24 Interviews, einen Vortrag und eine Studie führt Jens Wernicke, Diplom-Kulturwissenschaftler im Bereich Medien, zu einem breitgefächerten Kompendium früherer und heutiger Medienkritik zusammen.

Homöopatische Globuli

Kommentar

Wenn der "Reinkarnationstherapeut" gegen Aufklärung wettert

Auf diversen Plattformen wird seit Tagen heiß diskutiert, wie es mit der Heilpraktikerei weitergehen soll. So auch beim hpd. Allerdings mischen sich in die Debatte auch "Heiler" ein, die – wie ein Kommentator beim hpd – eine "bioenergetische Blutdiagnose" anbieten. Oder unter einem Artikel in der Süddeutschen kommentieren und vergessen, zu erwähnen, dass sie für "nur 499 Euro" (anstatt 750) fünf "Sitzungen Reinkarnationstherapie/Rückführungen in frühere Leben" anbieten.

Notizen aus Polen

Eine Entschuldigung an die Nachbarn

"Entschuldigung", schreibt Tamara Olszewska, Mitglied des Komitees zur Verteidigung der Demokratie (KOD), in einem offenen Brief an die deutschen Nachbarn. Ihr Brief erhielt viele hundert Likes in den KOD-Facebook-Gruppen in ganz Polen und wird massenhaft geteilt, auch in Deutschland.