Staat und Kirche

Stadtbücherei Lüdinghausen

Stadtbücherei St. Felizitas in Lüdinghausen

Kirchliche Beutezüge im Münsterland

Die kleine Stadt Lüdinghausen im katholischen Münsterland scheint sich zu einer Hochburg kritischer Geister zu entwickeln – Menschen, die nicht gewillt sind, kirchliche und religiöse Willkür hinzunehmen. Nach einem pensionierten Lehrer, der für ketzerische Sprüche auf seiner Heckscheibe nach dem so genannten Gotteslästerungsparagraphen verurteilt wurde, probt nun auch der Stadtrat den Widerstand gegen Habgier und Allmachtsgebaren der katholischen Kirche. Wahrscheinlich wird es nur eine kurze Probe. 

Podiumsdiskussion in Münster

Wie viel Religion braucht der Staat?

Wie viel Religion braucht der Staat? Diese Frage wurde am Montag von den Diskussionsteilnehmern in der Münsteraner Petrikirche diskutiert. Thematischer Gegenstand der teils lebendigen Auseinandersetzung war das Verhältnis von Religionen und Staat in der Bundesrepublik Deutschland. 

Rezension

"Filz und Altar"

Wer nach dem Titel des Buches eine Kampfschrift erwartet, wird enttäuscht sein, wer dagegen Wissensvermittlung und Aufklärung auf hohem essayistischem Niveau schätzt, kommt auf seine Kosten. Zwei Philosophen beschreiben – humorvoll-salopp, zuweilen auch ironisch - die vielfältigen Verflechtungen von Religion und Kirche mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft seit dem Mittelalter bis heute und analysieren dazu auch gesellschaftliche, geistige und politische Reaktionen, die den Filz von Staat und Kirche sukzessive aufbrechen, bzw. aufzubrechen versuchen.

Kommentar

Die Linke versagt im Kampf um ein aufgeklärtes Europa

Auf den Straßen Deutschlands herrscht der Ausnahmezustand. Die zunehmende Ungleichheit zwischen Arm und Reich, die (islamistischen) Anschläge und der Zuwachs rechtspopulistischer und reaktionärer Bewegungen/Parteien bedrohen den sozialen Frieden. In diesem Zusammenhang stellen sich viele Fragen – auch im Hinblick auf die Rolle der unterschiedlichen Religionsgemeinschaften im demokratischen Gemeinwesen. Wie sollte das Verhältnis zwischen Staat und Religionsgemeinschaften zukünftig aussehen? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um den religiösen Fundamentalismus aller Religionen einzudämmen? Wie können Politik und Gesellschaft auf die Bestrebungen religiöser Kräfte reagieren, Kritik und Blasphemie stärker zu ahnden?

David Farago mit Moses

4,5 Mio. Euro öffentliche Gelder für "Deutschen Katholikentag" in Leipzig

Missionieren auf Kosten der "Ungläubigen"

BERLIN. (hpd) Die Antwort auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten André Schollbach (LINKE) hat bestätigt, dass der vom 25. bis 29. Mai 2016 in Leipzig stattfindende "Deutsche Katholikentag" mit 4,5 Mio. Euro aus öffentlichen Kassen finanziert wird. So werden allein durch den Freistaat Sachsen 3,0 Mio. Euro aus dem Staatssäckel gegeben. Dazu kommen eine Mio. Euro von der Stadt Leipzig und 500.000 Euro vom Bund.

Prof. Dr. Ulrich Willems

Politikwissenschaftler Ulrich Willems über die Problemfelder deutscher Religionspolitik

"Großkirchen werden bevorzugt"

MÜNSTER. (exc) Das Christentum und die beiden christlichen Großkirchen werden nach Einschätzung von Politikwissenschaftler Prof. Dr. Ulrich Willems vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Uni Münster in Deutschland staatlich bevorzugt. "Die deutsche Religionspolitik weist eine religiös-christlich-großkirchliche Schlagseite auf und benachteiligt damit Konfessionslose und Minderheitenreligionen wie den Islam", sagte der Wissenschaftler am Dienstagabend in Münster.

Projekt Autobahnkirche "Sindelfinger Wald" ist (k)eine Landesangelegenheit!

Autobahnkirchen in Deutschland

STUTTGART. (gbs-stutt) Durch eine Meldung der Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung wurde bekannt, dass eine Autobahnkirche bei der Raststätte "Sindelfinger Wald" geplant wird. Dieses Projekt ist auf eine Initiative des Stuttgarter Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl zurückzuführen.

David Farago mit Moses

Interview mit David Farago

"Das 11. Gebot" – Jahrestag einer historischen Entscheidung

MÜNSTER. (hpd) Während die Christen am 25. März 2016 den Tod ihres Religionsstifters mit einem Feiertag begehen, dürfen auch säkulare Menschen in Deutschland an diesem Datum in stiller Freude feiern. Genau heute vor einem Jahr verbuchte die Aktionsgruppe "Das 11. Gebot: Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen" in Münster ihren bislang größten Erfolg im Kampf gegen die massive Finanzierung von Katholikentagen und Evangelischen Kirchentagen durch öffentliche Gelder.

Ingrid Matthäus-Maier

Abschlussbericht der Kommission "Weltanschauungen, Religionsgemeinschaften und Staat" von Bündnis 90/Die Grünen

Ein Fortschritt, doch es bleiben Wünsche offen

BERLIN. (hpd) Der Bericht sollte nach dem Einsetzungsbeschluss der Kommission auf der BDK der Grünen im Oktober 2013 "das Verhältnis Staat, Kirchen und Weltanschauungsgemeinschaften auf eine neue Grundlage stellen" und ein umfassendes Konzept für eine Reform dieses Verhältnisses vorlegen. Diese weitreichende Zielsetzung löst das Papier aber nur bedingt ein.

"Kirchenrepublik Deutschland"

Über die Trennung von Staat und Religionen

Der Böckenförde-Fehlschluss

BERLIN. (pdh) In politischen Debatten über das Verhältnis von Staat zu Kirche und anderen Glaubensgemeinschaften ist es allgemein üblich, dass die religiösen Gegner laizistischer und säkularer Bestrebungen zur Verteidigung ihrer Position besonders die vermeintlich positive gesellschaftlich-moralische Rolle ihrer Institutionen betonen.