Adriana Schatton

Artikel der Autorin

Das wichtigste Buch der Biologie

Ohne die alles miteinander verbindende Evolutionstheorie wären die vielen Teildisziplinen der Biologie jede für sich einsame Inseln, getrennt voneinander in einem großen Meer der Wissenschaft: Die Neurobiologen wären zwar immer noch gefesselt von zuckenden Nervenzellen, die Botaniker trotzdem fasziniert von der Vielfalt der Pflanzenwelt und die Paläontologen würden dennoch die spannenden Knochenfunde vergangener Epochen vergleichen können. Jede Disziplin würde aber irgendwann immer an die gleiche Grenze mit der gleichen Frage stoßen: Warum? Sie könnten sich nicht untereinander auf Konferenzen austauschen und ihre Befunde vergleichen, denn ihnen fehlte das Konzept, mit dem sie ihre doch so völlig verschiedenen Erkenntnisse über die Natur in Einklang bringen könnten.

Bienendemokratie

BERLIN. (hpd) Kommenden Sonntag können sich knapp 400.000.000 wahlberechtige EU-Bürger wieder in Demokratie üben. Sie haben die Wahl zwischen 25 Parteien und ihren monströsen Programmen. Die Repräsentanten der größten Parteien treten vorab in den Massenmedien auf, die Wahlprogramme sind frei verfügbar. Die schwierige Aufgabe ist nun ehrliche von gelogenen Informationen zu trennen, damit aus Schwarmdummheit Schwarmintelligenz wird.

Ein Nobelpreisträger in Berlin

BERLIN. (hpd) Mehrere Berliner Wissenschafts­institutionen wie das Max Delbrück Center, ein Max-Planck Institut, die Will Foundation und die Freie Universität Berlin taten sich finanziell zusammen, um den Nobelpreisträger des vergangenen Jahres, Thomas Südhof, für einen Vortrag nach Berlin zu holen und etwas von dem Sternenstaub aus Stockholm abzubekommen.

Kann das Gehirn das Gehirn verstehen?

(hpd) Zehn Jahre ist es her, da haben elf führende deutsche Neuro­wissen­schaftler unter­schied­licher Teil­disziplinen zusammen das "Manifest" der Hirnforschung verfasst. Mit Hilfe dieses Artikels wollten die Autoren ein möglichst reales Bild der aktuellen Möglich­keiten und eine vorsichtige Prognose über den zukünftigen Erkenntnis­­gewinn statuieren. Matthias Eckold fragt in seinem Buch "Kann das Gehirn das Gehirn verstehen?" nach dem aktuellen Stand der Dinge und ob sich die Hoffnungen der Wissen­schaftler erfüllt haben.

Über die fehlerhafte Natur

(hpd) Intuitiv haben wir Menschen das Gefühl, in einer statischen und perfekten Welt zu leben, die unseren Bedürfnissen entsprechend konstruiert ist. Während unserer individuellen Entwicklung benötigen wir so viel Kraft und Anstrengung, uns ihren Regeln anzupassen, dass wir kaum Zeit haben darüber nachzudenken, warum alles so ist, wie es ist und nicht aber ganz anders.

Jahrestagung der Leopoldina

HALLE/S. (hpd) Warum mag ich Katzen und mein Mitbewohner Fußball? Warum sind manche Menschen immer gut drauf und andere depressiv? Warum können die Leute auf der Jahrestagung der Leopoldina lange Vorträge mit kurzen Pausen genießen, während andere viel mehr Spaß auf dem parallel laufenden Hallenser Salzfest haben?

Von Meta- und Superorganismen

MÜNCHEN. (hpd) Auf der 106. Jahrestagung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft (DZG) in München trafen sich etwa 500 vor allem deutsche aber auch internationale Wissenschaftler um ihre Forschung und neue Zukunftsperspektiven zu diskutieren - mit großen und auch kleinen Themen.