Herbert Nebel

Der Autor ist Mitglied des Kreisvorstands von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte e.V. und engagiert sich in der überparteilichen Initiative Respekt für Griechenland e.V..

Artikel des Autoren

Guerillakämpfer der ELAS

Deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland

Die Wehrmacht hat in Griechenland gewütet wie in keinem anderen nicht-slawischen Land. Ihrem Terror fielen während der deutschen Besatzung von 1941 bis 1944 über Hunderttausend Partisanen und Zivilisten zum Opfer. Hunderttausende Griechen und Griechinnen starben einen qualvollen Hungertod oder erfroren, weil die Wehrmacht alles Lebensnotwendige beschlagnahmte. Circa 90 Prozent der griechischen Juden und Jüdinnen sind in Konzentrationslagern ermordet worden.

Volkswagen-Werk in Wolfsburg

Das Auto-Imperium am Scheideweg

Nicht nur Produkte haben einen Lebenszyklus, sondern auch Unternehmen, Branchen und Strategien. Wer an der Spitze bleiben will, muss sich und sein Geschäftsmodell ständig neu erfinden. In einer schnelllebigen Technologiewelt kann jede falsche Weichenstellung, jeder verschlafene Trend den Untergang bedeuten. Egal wie groß, wie bedeutend, wie mächtig eine Firma einmal war. Auch die erfolgsverwöhnte deutsche Automobilindustrie ruht sich auf Lorbeeren von gestern aus. Die Zukunft deutscher Autobauer steht auf dem Spiel und damit viele Arbeitsplätze.

Wolfsburg, VW Autowerk, Parkplatz

Umweltprämie – ein Begriff hat Konjunktur

Deutschland hat 2009 als Konjunkturspritze die "Umweltprämie" erfunden, seinerzeit noch durch Milliarden von Steuergeldern finanziert. Alte aber noch fahrtüchtige Autos endeten dank dieser Prämie auf dem Schrottplatz. Sie kam so gut bei den Kunden und Kundinnen an, dass sie weltweit zum Vorbild für Krisenprogramme wurde. Offiziell hieß die Abwrackprämie "Umweltprämie", aber für die Umwelt brachte sie nichts. Die neuen Pkws waren zwar schadstoffärmer als die alten, doch steht dem gegenüber, dass bei der Herstellung eines Autos Rohstoffe und Energie benötigt sowie Schadstoffe freigesetzt werden. Ein Auto früher als nötig zu verschrotten, ist deshalb in vielen Fällen ökologisch unsinnig.

Hans-Christian Ströbele

Der Bundestag wird immer erst hinterher informiert

Rüstungsexporte an Drittstaaten sollte gemäß den normierenden Vorgaben deutscher Gesetze und Verordnungen eine Ausnahme sein; sie sind jedoch zur gängigen Praxis geworden. Die deutsche Regierung jedoch fördert Rüstungsexporte und verrät ihre Prinzipien. Wirtschaftliche Motive sind im Entscheidungsprozess eine treibende Kraft – Moral und Verantwortung bleiben dabei auf der Strecke. Der hpd sprach darüber mit dem Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele.

Die Trojaner sind los!

Der Krieg gegen Veränderungen und für Unterdrückung findet auch im Internet statt. Die Waffen dazu kommen ebenfalls aus Deutschland, denn Deutschland ist nicht nur erfolgreicher Exporteur von konventionellen Rüstungsgütern sondern längst ein Hauptakteur auf dem Weltmarkt für Überwachungstechnologie. Wenn der Einsatz von Spähsoftware in "funktionierenden Demokratien" bereits sehr diskussionswürdig ist, sind solche Techniken in den Händen repressiver Staaten eindeutig Mittel zur Verletzung von Menschenrechten sowie zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit und werden so auch genutzt.

Daniel Wesener

Liaison mit Zukunft

Noch nie sind so viele Menschen in die deutsche Hauptstadt gezogen wie seit dem Mauerfall. Berlin ist die Stadt des Neuen. In diesem Kosmos prallen Vergangenheit und Zukunft, New und Old Economy, aufeinander. Die Evolutionstheorie lehrte uns die stete Veränderung des Lebendigen unter dem Druck der jeweiligen Verhältnisse. Wer die Verhältnisse nicht ändern kann und sich diesem Druck nicht beugt geht unter. So ist es in der Natur, so ist es in unserer Gesellschaft und so ist es in unserem Wirtschaftssystem.

Syrian Refugees

In Idomeni stirbt die Hoffnung

BERLIN. (hpd) Das Schicksal der Flüchtlinge in Idomeni ist ungewiss. Tausende von Menschen sind ohne Perspektive. Letzten Sonntag trat das Abkommen zwischen der EU und der Türkei in Kraft. Das Schicksal der an der mazedonischen Grenze Wartenden wird von diesem Flüchtlingspakt nicht geregelt. Sie sind Teil der Umverteilungsregelung der EU-Mitgliedsstaaten, die letztes Jahr vereinbart aber bisher nicht umgesetzt wurde. Über 50.000 Flüchtlinge warten in Griechenland auf Ihre Weiterreise nach Nordeuropa.

Das Wachstum ist der Umwelt sein Tod

BERLIN. (hpd) Weihnachten unterbricht den Alltag nicht nur für gläubige Menschen. Rechtzeitig dazu erschien die "Kritik der grünen Ökonomie”. Die Autoren Thomas Fatheuer, Lili Fuhr und Barbara Unmüßig beschreiben darin, warum nicht alles, was grün daherkommt, auch tatsächlich grün ist.

Peace-Zeichen aus Schwimmwesten

Volunteers for Lesvos

BERLIN. (hpd) Am 2. Januar 2016 war auf Spiegel-Online zu lesen, dass der chinesische Künstler Ai Weiwei auf Lesbos ein Denkmal für die Flüchtlinge, die auf ihrem Weg nach Europa gestorben sind, errichten möchte. Als Künstler wolle Ai Weiwei sich mehr in die Debatte darüber einmischen und "Kunstwerke mit Bezug zu der Krise schaffen, die dazu beitragen sollten, ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen”.