Religionen

Geplanter Standort für das "House of One" in Berlin-Mitte.

Das Haus des Einen zahlen alle

Nun geht es tatsächlich los! In Berlin wird mit der Errichtung des Sakralbaus "House of One" begonnen. Gestern war Grundsteinlegung für ein religiöses Gebäude, das zu großen Teilen aus Steuermitteln bezahlt werden wird.

Bernd Vogt

"Vollgepumpt mit dem Grausen vor der ewigen Verdammnis"

Was immer man von Freikirchen halten mag: Es sind schillernde Glaubensgemeinschaften mit streng christlichen Heilsvorstellungen. Für die frommen und bekehrten Gläubigen ist ihre Glaubensgemeinschaft die einzig wahre christliche Heilslehre. Schilderungen von manchen Aussteigern ergeben aber das Bild von einem Glaubensgefängnis. Sie bewerten Freikirchen als Sekten, die es mit ihren Missionierungskampagnen schaffen, sich in der Öffentlichkeit als lammfromme Christen darzustellen.

Tomasz Kucharski

Sohn verklagt Vater und dessen Erzbistum

Ein katholischer Priester unterhält eine intime Beziehung zu einer Frau. Aus der Affäre entsteht ein Sohn. Doch der Priester verleugnet ihn jahrzehntelang, verklagt ihn sogar wegen Nötigung. Mittlerweile ist die Vaterschaft bewiesen. Heute geht der Rechtsstreit in die nächste Runde.

Wo gibt’s hier Tee?

Gehört dem Priester deine Brust? Die Kirche und der Fall Kentenich

Beuys, Goethe, Gandhi, Jesus, Dalai Lama, Che Guevara, Picasso, Warhol, pp. – "große Männer" sind eine weit verbreitete kindliche Vorstellung. Ersehnt wird der liebe Gott in Menschengestalt, und hat man ihn gefunden, so kann man ihn auf Fahnen malen und sein Foto auf kleine Hausaltäre stellen, so kann man die Ungereimtheiten der Welt zu vergessen trachten. Der vergötterte Mensch selbst muss dabei natürlich zu einem makellosen Wesen umgelogen werden, letztlich aus einem Egoismus seiner Verehrer hinaus, die von ihrem Kinderglauben nicht lassen wollen.

Die ungebrochene Macht der Kirchen: Eine Bestandsaufnahme

Als Folge der nicht enden wollenden Diskussionen um die Missbrauchsskandale hat das Image der Kirchen, insbesondere das der katholischen Kirche in Deutschland, stark gelitten. Doch nicht nur die von Kardinal Woelki mehr verhinderte als geförderte Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Köln hat dazu geführt, dass die Kirchenaustrittszahlen in den Bistümern immer wieder neue Höchststände erreichen. Viele Menschen haben in den letzten Jahren ihren Bezug zum Glauben gänzlich verloren. Umso überraschender ist es daher, dass die Macht und gesellschaftspolitische Bedeutung der Kirchen in Deutschland ungebrochen groß ist.

Wie die EKD bei der Aufarbeitung ihres Missbrauchsskandals versagt

Die Wohnung wird neu gestrichen, die Leichen im Keller bleiben: Mit der 25-jährigen Anna-Nicole Heinrich wählte die EKD-Synode am Samstag eine Frau zur Präses, die für eine junge, progressive Wohlfühlkirche steht. Doch beim Umgang mit dem Missbrauchsskandal zeigt die evangelische Kirche keinerlei Willen zu einem Neuanfang: Anfang der Woche hat die EKD die Arbeit des Betroffenenbeirats gestoppt, der die Kirche bei der Aufarbeitung unterstützen sollte.

Kölner Katholiken mucken auf

"Die Geduld ist aufgebraucht", so fasst es der Kölner Katholikenausschuss zusammen. Die Vertretung katholischen Laien in der Domstadt beobachtete über Jahre hinweg, wie das Erzbistum die Aufarbeitung zahlloser Missbrauchsfälle an Minderjährigen durch Kirchenleute verschleppte. Nun sorgt ein weiterer Fall für einen Eklat: Ein Priester wurde auf eine höhere Stelle befördert, obwohl er sexuelles Fehlverhalten zugegeben hatte. Und: Generalvikar Markus Hofmann verteidigte diese bizarre Personalentscheidung mit einer nicht weniger grotesken Rechtfertigung.

Die Corona-Pandemie, Sekten und Freikirchen

Die Coronapandemie ist für religiöse, spirituelle und esoterische Gemeinschaften eine große Herausforderung. Viele wurden auf dem falschen Fuß erwischt, denn sie mussten rasch auf das globale Ereignis reagieren; organisatorisch, seelsorgerisch und religiös. Denn nun sollten sie rasch beweisen, was ihre Heilskonzepte taugen.