Genitalverstümmlung

Messer, die für die Genitalverstümmelung genutzt wurden.

Der 6. Februar: Ein internationaler Tag für Millionen von leidenden Frauen

Die Anfragen werden zahlreicher. Hilfsorganisationen und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer fragen nach Informationen zur weiblichen Genitalverstümmelung. Vor fünfzig Jahren wurde diese Problematik nur in wenigen feministischen Kreisen und ethnologischen Fachzeitschriften thematisiert. Kaum jemand wusste von dieser grausamen Praktik und noch weniger wusste man, wie man mit diesem Brauch umgehen kann. Da im fernen Afrika praktiziert, lag sie außerhalb unseres unmittelbaren Verantwortungsbereichs.

Straßenplakat in Uganda gegen Genitalverstümmelung

Genitalverstümmelung im Irak und Süd-Kurdistan

Nach Angaben der UNICEF wird in 29 Ländern Genitalverstümmelung praktiziert. Die im Jahr 2013 veröffentlichte Studie der UNICEF belegt, dass 80% der Frauen im Irak von Genitalverstümmelung betroffen sind und diese nach wie vor praktiziert wird. Die Mehrzahl der Betroffenen kommt aus der Region Südkurdistan. Wir wissen, dass insbesondere in den Dörfern diese Genitalverstümmelung (Beschneidung) verbreitet ist. Das Alter der Frauen, die der Genitalverstümmelung ausgesetzt waren/sind liegt zwischen 15-49 Jahren.

Weltweit 200 Millionen Mädchen und Frauen verstümmelt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass weltweit etwa 200 Millionen Mädchen und Frauen Opfer weiblicher Genitalverstümmelung sind. In jedem Jahr kommen etwa drei Millionen junge Mädchen dazu. Dabei ist diese Verstümmelung seit langem geächtet und in vielen Ländern auch verboten.

„Unsere kleinen Schwestern“

BERLIN. (hpd) Ein Nachtrag zum Weltkindertagsfest, das am 20. September 2010 auf dem Potsdamer Platz in Berlin stattfand. Schirmherrschaft: Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Dr. Kristina Schröder. Simone Schwarz von „Task Force FGM“ besuchte die hpd Redaktion.

OP gibt Opfern von Genitalverstümmlung Hoffnung

LONDON, England (CNN/hpd) Täglich erdulden Tausende Mädchen eine erzwungene Genitalverstümmlung. Es handelt sich um eine umstrittene kulturelle Tradition, die in Teilen Afrikas, Südamerikas, dem Mittleren Osten und Asien üblich ist und die regelmäßig zu Infektionen bis hin zum Tode führen kann.