Kirchenaustritt

Unterlagen zum Kirchenaustritt

Fast 403.000 Kirchenaustritte

Knapp zwei Monate nach der evangelischen Kirche hat nun auch die katholische Kirche ihre Austrittszahlen für das Jahr 2023 vorgelegt. Während der evangelischen Kirche im vergangenen Jahr 380.000 Mitglieder den Rücken kehrten, waren es bei den Katholiken nach Mitteilung der Deutschen Bischofskonferenz 402.649 Menschen. Im Jahr 2022 hatte die Zahl noch höher gelegen. Da waren es bei den Katholiken sogar 522.821 Austritte gewesen. Dass dieser Negativrekord nicht erneut eingestellt oder gar überschritten wurde, mag auf den ersten Blick ein Trost für die katholische Kirche sein. Doch Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, mag sich die Zahlen nicht schönreden.

Evangelische Kirche schrumpft weiter

Die Zahl der Mitglieder der evangelischen Kirche schrumpft weiter stark. War bereits im Jahr 2022 mit 380.000 ein Negativrekord bei den Kirchenaustritten zu verzeichnen, kehrten im Jahr 2023 ebenso viele Menschen der evangelischen Kirche den Rücken.

Schweiz: Austrittwelle aus katholischer Kirche

Nach Veröffentlichung einer Missbrauchsstudie ist es in der Schweiz zu einer Welle von Austritten aus der römisch-katholischen Kirche gekommen. Andreas Kyriacou, Präsident der Freidenker-Vereinigung Schweiz (FVS), fordert, dass dies endlich auch politische Konsequenzen in Hinblick auf die Privilegien der Kirche haben müsse.

Kirchen verlieren rasant an Zuspruch

Es geht schneller als erwartet: Immer mehr Menschen in Deutschland lösen sich von den Kirchen, im Kopf und auf dem Papier. Setzt sich diese Entwicklung fort, werden Christinnen und Christen schon nächstes Jahr in der Minderheit sein. Zu diesem Ergebnis kommt die sechste Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die nun auf der Synode in Ulm vorgelegt wurde.

Die Erosion des Glaubens schreitet voran

Nur noch 48 Prozent der Deutschen waren 2022 Mitglied einer der beiden christlichen Großkirchen, der Bevölkerungsanteil der Konfessionsfreien ist dagegen auf 44 Prozent gestiegen. Dies geht aus den Daten der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) hervor, die heute publiziert wurden. Wie stark der Trend zur Säkularisierung ist, lässt sich auch daran ablesen, dass nur noch 6 Prozent der Bevölkerung ihren Glauben praktizieren.

Die Mär vom sozialen Kahlschlag durch Kirchenaustritte

Die Kirchen in Deutschland und Österreich befürchten für die Zukunft einen Rückgang bei den Einnahmen aus Kirchensteuer (Deutschland) oder Kirchenbeitrag (Österreich) – auch wenn diese bis zuletzt in beiden Ländern gestiegen sind. Dies wiederum veranlasst sie und ihre unterinformierten Sprachrohre in den Medien, mit dem Entfall von sozialen Leistungen an die Allgemeinheit zu drohen. Dies ist falsch.