Pseudowissenschaften

Vatikan unterstützt Scientology-Lehrstühle für Pseudomedizin

Eine alternative Heilmethode, von einem SS-Oberscharführer ersonnen, dazu ein schleierhafter Hightech-Konzern aus dem Hinterland Nordrhein-Westfalens, der Vatikan, und natürlich die Church of Scientology, ein obskurer Lehrstuhl an einer italienischen Universität. Was klingt, wie das hanebüchene Setup eines Dan-Brown-Verschwörungsthrillers oder wie der wagemutigste Clickbait-Artikel des Internets, hat es irgendwie geschafft, Realität zu werden.

Bedrängt, verfolgt, ermordet

Wer in Indien öffentlich für Humanismus und kritisches Denken eintritt, lebt gefährlich. Mit Erstarken des Hindu-Nationalismus wächst die Bedrohung für Aktivisten, die sich für soziale Gerechtigkeit und wissenschaftliches Denken, gegen Aberglauben und Diskriminierung von Minderheiten stark machen. 

Globuli

Oh, Globuli!

In Deutschland kritisieren Ärzte die Homöopathie, eine Apotherkerin verkauft keine Globuli mehr. Und in der Schweiz? Da fehlt oft die Ehrlichkeit. Hugo Stamm meint, dass Mediziner homöopathisch heilen wollen, sei ein Skandal.

Piotr Trawa beim Pendeln

Die Psi-Tests der GWUP 2018

Nicht weniger als 10 000 Euro warten bei den jährlichen Würzburger Psi-Tests auf denjenigen, dem es gelingt, ein paranormales Phänomen unter kontrollierten Versuchsbedingungen nachzuweisen. Am 6. und 7. August war es wieder so weit: Diesmal traten zwei Kandidaten an, um ihre Fähigkeit als Rutengänger beziehungsweise die Entdeckung eines bisher unbekannten physikalischen Phänomens zu demonstrieren.

Betrügerische Therapien aufdecken

Das Online-Magazin MedWatch will irreführende und gefährliche Medizin-Angebote im Internet aufdecken. Dazu startete jetzt ein Crowdfunding. Die Gründer Nicola Kuhrt und Hinnerk Feldwisch-Drentrup, zwei erfahrene Medizinjournalisten, wollen verlässliche Gesundheitsnews für alle bieten: Fakten und Informationen statt Quacksalberei, Verschwörungstheorien und Fakemeldungen.

Nicht nur ein harmloser Esoterik-Kongress

Am kommenden Wochenende findet im Berliner Maritim-Hotel ein Kongress "zu ganzheitlicher Gesundheit, effektiven Therapiemöglichkeiten und Nachhaltigkeit" statt. Man könnte es auch anders formulieren: Ein Treffen von gefährlichen Schwurblern und Scharlatanen, die giftiges MMS als "Heilmittel" verkaufen wollen.

Screenshot aus dem Lancet mit dem berühmten "RETRACTED"-Vermerk auf der Wakefield-Veröffentlichung

Jahrestag einer Lüge

Der 28. Februar 1998 – heute vor 20 Jahren – ist in die Medizingeschichte eingegangen als der Beginn einer der größten Medizinskandale überhaupt. An diesem Tag hatte "The Lancet" die Studie eines gewissen Andrew Wakefield veröffentlicht, die bis heute die Impfgegnerszene beflügelt, Eltern verunsichert, Verantwortlichen für das Impfwesen die Haare zu Berge stehen lässt und Wakefield selbst nach wie vor einen höchst zweifelhaften Ruhm verschafft, den er zum eigenen Vorteil auszuschlachten versteht. Darüber hinaus hat die "Autismus-Lüge", wie diese Geschichte durchweg in der Fachwelt genannt wird, zweifellos ihren Anteil an der beklagenswerten Wissenschaftsfeindlichkeit, die leider derzeit den Zeitgeist beherrscht.