Religionen

URANIA in Berlin

Humanistische Perspektiven zum Reformationsjubiläum

Vielfalt statt Reformation

Ganz Deutschland feierte am 31. Oktober Martin Luther und das Reformationsjubiläum. Ganz Deutschland? Nein, ein kleines humanistisches Dorf versammelte sich auf Einladung der Humanistischen Akademie in der Berliner Urania, um einen kritischen Blick auf Geschichte und Gegenwart von Religion und Weltanschauung zu werfen. Und nicht zu vergessen: Die große Mehrheit im Lande dürfte schlichtweg nur einen zusätzlichen arbeitsfreien Tag genossen haben.

Schulhof

Autoritäre Einstellungen bei Schülerinnen und Schülern mit besonderer Berücksichtigung der Religionszugehörigkeit

Grundbausteine für die "Offene Gesellschaft" müssen in der Schule gelegt werden

In einer Studie hat der Autor autoritäre Einstellungen von 668 Schülern mit besonderer Berücksichtigung der Religionszugehörigkeit erfasst. Der Fragebogen enthielt dabei 34 Items, welche die Themen Minderheitenfeindlichkeit, Demokratie, Rollenbilder und Sexualität, Erziehung und die Bedeutsamkeit der eigenen Weltanschauung beinhaltete. Der hpd veröffentlicht hier die Zusammenfassung der Studie.

Hauptgebäude der Uni Hamburg

Kommentar zur Einführung eines Verhaltenskodexes zur Religionsausübung an der Universität Hamburg

Die Universität Hamburg hat ein Religionsproblem

Die Universität Hamburg hat sich als erste deutsche Hochschule einen religiösen Verhaltenskodex gegeben. Das ist eine Reaktion auf Übergriffe und versuchte Eingriffe von Muslimen in den universitären Alltag und die Freiheit von Forschung und Lehre.

Podiumsdiskussion in Münster

Radikalisierung religiöser Bewegungen

Die Stadt Münster und der Arbeitskreis "1648 - Dialoge zum Frieden" luden am vergangenen Donnerstag zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Identität, Fundamentalismus, Gewalt - Radikalisierung religiöser Bewegungen" in das Rathaus des Westfälischen Friedens in Münster ein. Ins Gespräch kommen sollten die Juristin und Menschenrechtsaktivistin Seyran Ateş, der Ethnologe und Kultursoziologe Prof. Dr. Thomas Hauschild sowie der Journalist und Kriegsberichterstatter Christoph Reuter – doch eine Diskussion fand kaum statt.

Rezension

Alan Musgrave: Weltliche Predigten

Alan Musgraves Sammlung von 15 Vorträgen ("Secular Sermons. Essays on Science and Philosophy", 2009) liegt bereits seit 2011 in deutscher Übersetzung vor: "Weltliche Predigten. Essays über Wissenschaft und Philosophie", die (entdeckt bei einer Recherche über den Autor) auszugsweise in Google Books zu finden ist. Dort stolperte Hans Trutnau, der Chemiker ist, in Abschnitten bzgl. der Entdeckung des Sauerstoffs über eine Übersetzer-Anmerkung, der er nachgehen musste. Er bekam vom Autor aus Dunedin, Neuseeland, das Original (und z.T. eine Klärung der schwer vermittelbaren Anmerkung) zugesandt und die Übersetzung vom Verlag Mohr Siebeck als Rezensionsexemplar. Hat es sich gelohnt? Ja – und nein.

Religionsverteilung in Deutschland

Weniger Katholiken und Protestanten, mehr Konfessionsfreie und Muslime

Die Forschungsgruppe Weltanschauung in Deutschland (fowid) hat ihre neue Datenanalyse "Religionszugehörigkeiten in Deutschland 2016" veröffentlicht. Demnach hat sich 2016 der Trend der letzten Jahre fortgesetzt: In Deutschland leben immer mehr Konfessionsfreie und Muslime und immer weniger katholische oder protestantische Kirchenmitglieder.

Caravaggios “Sacrificio di Isacco” von 1603

Das Opferfest

Wer den Islam kritisch sieht hierzulande, gerät schnell in den Verdacht, verkappter Rassist oder Fremdenhasser zu sein. Ungeachtet möglicher Berechtigung der Kritik wird der Kritiker kurzerhand der "Islamophobie" geziehen und in eine Ecke gestellt mit Rechtspopulisten und "Meine-Heimat-gehört-mir!"-Stammtischparolenplärrern. Vorneweg deshalb ein Zitat des jeder Islamophobie unverdächtigen Islamkritikers Samuel Schirmbeck: "Die Leute, die islamkritisch sind, die sind ja nicht islamophob: Sondern sie sind nur gewaltophob, intolerantophob, sie sind homophobophob." Ich selbst, um in Schirmbecks Diktion zu bleiben, bin überdies entschieden tierqualophob.

Nicht so hell!

Ohne Lichteffekte geht gar nichts: Die Top 5 der religiösen Erweckungserlebnisse

Freude, Freude, Freude!

Sie überkommen ihre Empfänger gern mit Lichtblitz und fremden Stimmen, Zeugen sind eher selten zugegen. Dennoch haben sie die Weltgeschichte nachhaltig beeinflusst: Hier die Top Five der religiösen Erweckungserlebnisse (Christentum).

Frei sein in Montreal

Umfrage in Kanada

Religion schadet mehr als dass sie nützt

Kanada wird ja oft als der zivilisierte Bruder der Vereinigten Staaten gesehen: Höflicherer Umgang, weniger Aufschneidertum, kein ungeregelter Zugang zu Waffen wie er in der christlichen Nation USA nahezu selbstverständlich ist. Um nur ein paar der gängigsten Klischees zu bemühen. Was die Einstellung zu Religion angeht, kann man nun sogar auf ein paar aktuelle Zahlen zugreifen. Eine Mehrheit der Kanadier findet: Religion schadet mehr als dass sie nützt.