Religionen

Das Sitzungssaalgebäude des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe

Rechtsprechungsentwicklung Pro staatliche Neutralität?

Eilantrag gegen Kopftuchverbot vor Bundesverfassungsgericht gescheitert

Das Bundesverfassungsgericht (BverfG) hat Ende Juni einen Eilantrag einer muslimischen Rechtsreferendarin abgelehnt. Die Referendarin wollte - gegen eine Anordnung des hessischen Justizministeriums - vom höchsten deutschen Gericht geregelt haben, dass sie im Rahmen ihrer juristischen Ausbildung mit Kopftuch in Strafprozessen Gerichtsverhandlungen leiten oder für die Staatsanwaltschaft im Gerichtssaal auftreten dürfe.

Stirnen brennen

Blutiges Pfingstwunder: Wie die Kirche die Idee vom Heiligen Geist durchsetzte

Herr, wirf Feuerchen vom Himmel

Wieder einmal ist Pfingsten, und kaum jemand weiß, was da gefeiert wird: Der Heilige Geist. Die Dreieinigkeit Gottes. Verstanden hat die nie jemand so richtig. Sie durchzusetzen war für die Kirche im 4. Jahrhundert allerdings ein Meilenstein auf dem Weg zur Weltmacht - und der erste Grund, Glaubensabweichler zu verfolgen und zu töten.

Interview

Konfessionsfreie im Recht

Soeben erschienen ist der zweite Band in der von Horst Groschopp herausgegeben Reihe "Humanismusperspektiven". Der Sammelband von Thomas Heinrichs "Religion und Weltanschauung im Recht" enthält acht Aufsätze zu aktuellen Themen wie dem Religions- und Ethikunterricht an der Schule, der Integration des Islams und dem kirchlichen Arbeitsrecht. Der Autor benennt den dringenden Reformbedarf und macht hierfür Vorschläge auch unter Berücksichtigung der europarechtlichen Rahmenbedingungen. Martin Bauer hat mit ihm über einige seiner Einschätzungen und Forderungen gesprochen.

Hamed Abdel-Samad

Hamed Abdel-Samad: Der Islam als System ist nicht reformierbar

"Staat und Religion sind zu trennen"

Vor einigen Tagen sprach Hamed Abdel-Samad im Rahmen des "Frohnauer Diskurs" in Berlin. Im Kulturhaus des Centre Bagatelle e. V. fragte er: "Was macht der Islam mit uns und was machen wir mit dem Islam?"

Dr. Michael Schmidt-Salomon

"Wir müssen mehr Säkularität wagen"

Am Rande des evangelischen Kirchentags in Berlin gab es auch eine Podiumsdiskussion zum Thema "Offene Gesellschaft: Wo sind die Grenzen der Toleranz?". Einer der Gäste auf dem Podium war der Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung (GBS), Dr. Michael Schmidt-Salomon. Der hpd dokumentiert sein Impulsreferat.

Sigmar Gabriel (SPD)

Kommentar

Wir müssen das Gewaltpotenzial der Religionen erkennen

Sigmar Gabriel veranstaltete eine dreitägige Konferenz zur "Friedensverantwortung der Religionen". Im Vorfeld der Konferenz, die gestern endete, schrieb der Außenminister einen Gastbeitrag für den Berliner Tagesspiegel. Dort warnte er davor, Religionen stets nur als konfliktverschärfend anzusehen und verharmloste dabei das enorme Gewaltpotenzial, das von ihnen ausgeht. Ein Kommentar.

Orthodoxe

Pew Research-Studie über Religiosität in Ost- und Mitteleuropa

Orthodoxe auf dem Vormarsch

Ein gutes Vierteljahrhundert nach dem Fall des Eisernen Vorhangs hat sich die weltanschauliche Landschaft in den Staaten des ehemaligen Ostblocks offenbar deutlich zugunsten der Religionen verschoben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des US-amerikanischen Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center.

Hans Alberts Auseinandersetzung mit den Religionen

Der Philosoph Hans Albert, der bekannteste deutsche Repräsentant des Kritischen Rationalismus, legt mit "Zur Analyse und Kritik der Religionen" einen schmalen Band zum Thema vor. Gekonnt kritisiert er darin die Annahmen von Theologen eben aus der Perspektive des Kritischen Rationalismus, wobei dies etwas fragmentarisch und unsystematisch geschieht.

Österreich

Diskussion um religiöse Symbole entfacht

Der Präsident der österreichischen Richtervereinigung, Werner Zinkl, forderte die Entfernung aller Religionssymbole aus den Gerichtssälen. Damit wurde die Diskussion über die Gewährleistung neutraler Rechtssprechung in Österreich erneut entfacht.