Soziale Medien

Wie es gelingt, weniger Falschmeldungen zu verbreiten

Fake News zu Covid-19 und zum Impfen machen vor allem im Internet die Runde. Forschende der Universität Bremen haben jetzt eine Methode entwickelt, die Nutzer:innen dabei unterstützen soll, weniger Falschmeldungen in den Sozialen Medien zu teilen. Das Prinzip: Wer sieht, dass der Freundeskreis bestimmte Meldungen nicht likt, lässt es auch eher bleiben.

Das Evangelium der Trolle

Vor der US-Wahl 2016 wurde das soziale Netzwerk Facebook von der Internet Research Agency, einer institutionellen russischen Trollfarm, mit zielgerichteten Falschinformationen torpediert. Ein interner Report aus dem Jahr 2019, der der Website MIT Technology Review vorliegt, zeigt, dass das Unternehmen keine effektiven Gegenmaßnahmen ergriffen hat. Im Vorfeld der US-Wahl 2020 waren es Seiten aus dem Kosovo und Mazedonien, teilweise seit Jahren als Trolle bekannt, die Falschinformationen an eine überwiegend US-amerikanische Zielgruppe verbreiteten.

Welche Rolle spielten Verschwörungsideologien im Wahlkampf 2021?

Frei erfundene Zitate, Gerüchte um Briefwahl-Manipulationen: Die Bundestagswahl 2021 war von Verschwörungserzählungen und Desinformation begleitet. Doch welchen Einfluss hatten diese Interventionen auf das Wahlverhalten? Dieser Frage ist das interdisziplinäre Center für Monitoring, Analyse und Strategie (CeMAS) in einem aktuellen Bericht nachgegangen.

Beispiel für einen Deepfake

Deepfakes: Manipulationen als Gefahr für die Demokratie

Wie lässt sich prüfen, ob Informationen echt und vertrauenswürdig sind – gerade solche, die über das Internet oder die Sozialen Medien verbreitet werden? Die Möglichkeit, etwa Videos und Fotos mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) zu manipulieren, machen eindeutige Antworten immer schwieriger. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben sich im Auftrag des Europaparlaments mit den potenziellen Gefahren der Deepfake-Technologie beschäftigt und Optionen für eine bessere Regulierung entwickelt.

Indische Flagge

Soziale Netzwerke sperren Atheist Republic und Gründer Armin Navabi aus Indien aus

Die Non-Profit-Organisation (NPO) Atheist Republic und deren Gründer Armin Navabi stecken knietief im indischen Exekutivsystem fest. So tief, dass ihr Fall sogar Teil einer Verhandlung vor Indiens Verfassungsgericht ist. Seit einigen Monaten können indische Nutzer*innen weder auf Navabis Facebookseite noch auf die von Atheist Republic zugreifen. Wie konnte das passieren?

Da geht noch was, religiöse Twitter-Bots!

Ist da wer? Da oben im Himmel? Wacht da einer über uns und all die anderen Schäfchen und Wölklein und all die anderen Grilliarden von Planeten? Und wenn es ihn gibt und er aber aus einer halb beleidigten Form von Eitelkeit heraus beschlossen hat, für immer stumm und für uns unsichtbar zu sein, wie kriege ich dann heraus, was er von mir will?

Betreutes Denken vs. Desinformation

Die letzten Monate haben gezeigt, dass unsere Demokratien durch eine mediengetriebene Polarisierung in ernsthafte Vertrauenskrisen geraten können. Wenn wir Meinungsfreiheit und Grundrechte weiter schützen wollen, dann liegt ein Haufen Arbeit vor uns: Wir müssen auf breiter Basis klären, was "schädliche Inhalte" sind und ob und wie wir sie regulieren sollten. Wir müssen klären, wo genau Meinungsfreiheit Grenzen hat. Und wir müssen den Mut aufbringen, unsere Diskurs- und Medienräume sinnvoll zu gestalten. Peder Iblher bringt dazu sieben Beispiele und Vorschläge.