Tierrechte

Negativ-Award für Dresdner Zoo

Das Internationale Great Ape Project - Sektion Deutschland - verlieh dem Zoo Dresden für die katastrophalen Bedingungen, unter denen seit Jahren und Jahrzehnten Orang Utans gehalten und zur Schau gestellt werden, den Negativ-Award "Schlimmste Orang Utan-Qualhaltung in einem europäischen Zoo".

Hof Butenland

Ausflug in eine bessere Welt

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich mehr und mehr die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Mensch nicht die Krone der Schöpfung ist, sondern dass er evolutionär gewachsen ist. Seine enge biologische Verwandtschaft mit dem übrigen Tierreich führt zur Frage, ob dies nicht auch ethische Konsequenzen haben müsste, sprich: ob der menschliche Umgang mit Tieren nicht grundlegend überdacht werden muss. Dennoch finden auch viele evolutionäre Humanisten den Gedanken noch immer befremdlich, dass man Tiere nicht essen, sondern ihnen grundlegende Rechte wie das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit zusprechen sollte. Wie sieht eine Welt aus, in der solche Tierrechte keine graue Theorie, sondern gelebte Realität sind? Unsere Redakteurin Daniela Wakonigg hat sich auf dem Lebenshof "Hof Butenland" umgesehen.

Was, wenn Tiere denken?

Richard David Precht, der bekannte Autor populärwissenschaftlicher Bücher zu philosophischen Fragen, legt mit "Tiere Denken. Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen" eine längere Erörterung zum Mensch-Tier-Verhalten vor. Damit stößt der Autor wohlmöglich eine notwendige Debatte an, seine "neue Tierethik" überzeugt indessen nicht unbedingt, was die Kritik an den gemeinten Zuständen indessen nicht falsch macht.

Ist hohe Lebenserwartung hinter Gittern überhaupt erstrebenswert?

Leben Tiere im Zoo länger?

Mit Begeisterung begrüßt der Zoodachverband VdZ e.V. eine jüngst auf nature.com veröffentlichte Studie, die anhand der Daten von rund fünfzig in Zoos gehaltenen Säugetierarten untersucht hatte, ob die jeweiligen Tiere im Zoo oder in der Natur länger leben. Das Ergebnis der Studie, so der VdZ, spreche "klar für eine durchschnittlich längere Lebensdauer der untersuchten Tierarten in wissenschaftlich geleiteten Zoos", woraus zu schließen sei, dass "die Zoos den Tieren artgemäße Lebensbedingungen bieten".

Ausweg aus der Tierqual-Ökonomie

Der Tierarzt und "Food Watch"-Aktivist Matthias Wolfschmidt macht in seinem Buch "Das Schweine-System. Wie Tiere gequält, Bauern in den Ruin getrieben und Verbraucher getäuscht werden" den im Untertitel stehenden Zusammenhang deutlich. Es handelt sic ein gut lesbares, reportagenartiges Buch, das auf der Basis von Studien die erwähnten Verbindungslinien anschaulich macht und gegen Ende auch Forderungen formuliert und Protestformen skizziert.

Kälbchen retten

Vegan!

An drei von 365 Tagen war in diesem wie in den acht davor liegenden Jahren alles ganz anders: Die "Vegane Lebensweise" mit ihrem Sommerfest füllte den Alexanderplatz. Die üblicherweise angebotenen fleischlichen Bratwurstsorten aller Art von Curry bis Thüringer oder Wiener bzw. Frankfurter waren zu Hause geblieben.

Was viele Zoobesucher nicht wissen oder nicht wissen wollen: auch in Zoos wird regelmäßig geschlachtet.

Zoos als Schlachthäuser

BERLIN. (hpd) Zoobetreiber versuchen gezielt, das mühsam erkämpfte Tierschutzrecht außer Kraft zu setzen, um völlig gesunde, aber "überzählige" Zootiere töten und an andere Zootiere verfüttern zu dürfen.

Pietá der Tiere

BERLIN. (hpd) Die junge polnische Künstlerin Krystyna Jankowska hat als Abschlußarbeit ihres Diplomstudiums an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach ein großartiges und zutiefst berührendes Werk geschaffen: eine der römischen Pietá von Michelangelo nachempfundene lebensgroße Skulptur, in der eine Schimpansenmutter, auf einer Öltonne sitzend, ein totes Delfinkind im Schoße hält.