USA

Ungültige Messe durch falschen Wein

Der Erzbischof von Kansas City ist besorgt. Jahrelang wurden in seiner Diözese ungültige Messen gefeiert, da Priester in den katholischen Messen nicht-liturgiefähigen Wein nutzten. Dies sei, so der Erzbischof, "eine sehr ernste Situation, für die wir nun den Heiligen Stuhl um Hilfe bei der Wiederherstellung bitten müssen."

Kirche in Arizona, USA

"Atheist:innen sind die ultimativen Outsider"

Atheist:innen sind Schuld am Kapitalismus, am Kommunismus, an der Homosexualität und an Drogen. Das glauben jedenfalls US-Amerikaner:innen. Petra Klug hat den Anti-Atheismus in den USA untersucht. Wo sich Diskrimierung gegen Atheist:innen in Deutschland verbirgt, erklärt die Religionswissenschaftlerin im Interview mit dem hpd.

Behördlich bestätigt: Die Bibel ist nicht jugendfrei

Vor wenigen Monaten erreichte die Aufsichtsbehörde des Schulbezirks Davis im US-Bundesstaat Utah eine ungewöhnliche Beschwerde. Ein Elternteil beantragte die Verbannung der Bibel aus den lokalen Schulbüchereien, da sie pornographische Elemente enthalte und damit eine Kindeswohlgefährdung darstelle. Nun hat die Aufsichtsbehörde entschieden: Wegen "Obszönität oder Gewaltdarstellungen" sei die Bibel in der Tat untauglich für die Regale der Grund- und Mittelschulen.

Pro-Trump-Demonstranten 2020 in Minnesota

Die Ökonomie der Desinformation

Heute beginnt in Delaware, USA, ein historischer Gerichtsprozess. Gegenüber stehen sich die Firma Dominion Voting Systems, Betreiber von Wahlcomputern, und Fox News Media, der Kabelsender des australischen Medienmoguls Rupert Murdoch. Wie im Laufe der Beweisaufnahme deutlich wurde, glaubten Fox' Führungsetage und die prominentesten Persönlichkeiten keine Sekunde daran, dass bei der Präsidentschaftswahl 2020 systematisch betrogen worden sei. Dennoch bot der Sender selbst den wildesten Verschwörungsmythen eine Plattform – aus Angst, die Zuschauer*innen könnten zu noch radikaleren Anbietern abwandern.

Bibel mit Warnhinweis für Kinder

Die Bibel ein Porno?

Der US-Bundesstaat Utah hat vergangenes Jahr ein überaus umstrittenes Gesetz verabschiedet. "HB374", lanciert von christlich-konservativen Organisationen wie "Utah Parents United", verbietet "pornographisches" Schriftwerk in Schulbüchereien und Klassenzimmern. Nun macht sich ein Elternteil das diffuse Gesetz zunutze, um die "sexverpestete" Bibel aus dem Schulgebäude zu verbannen. Ein Kommentar zur aktuellen Welle moralischer Panik in den USA.

Töten aus Gerechtigkeit?

"Du sollst nicht töten!" – was im fünften Gebot der Bibel festgehalten ist, gilt weltweit als schlimmes Verbrechen. Sieht ein Staat in seiner Rechtsordnung aber die Todesstrafe vor, ist die Tötung legitimiert. Ein Grundwiderspruch, der besteht, solange es die Todesstrafe gibt. Doch die historischen Legitimations-Argumente verlieren – zumindest in der westlichen Welt – an Zustimmung.