Veranstaltungsbericht

Shoshana Zuboff im Gespräch

Zu Sklaven oder zu Meistern der digitalen Zukunft werden?

Die Harvard-Ökonomin und Philosophin Shoshana Zuboff zeichnet das Gesellschaftsbild der "Dritten Moderne" als Überwachungskapitalismus mit ganz neuen Märkten. Auf denen agiert die Bevölkerung nicht mehr wesentlich als Arbeitskraft oder konsumiert, sondern liefert unbezahlt Daten für vorhersagbares Verhalten. Doch noch hätten wir es in der Hand, die Technologie-Revolution human zu nutzen und demokratisch zu meistern, statt von ihr versklavt zu werden.

Was ist Überwachungskapitalismus?

Die Harvard-Ökonomin und Philosophin Shoshana Zuboff war die Erste, die vor der Herrschaft der großen Digitalkonzerne warnte und den Begriff des Überwachungskapitalismus prägte. Für Prof. Zuboff handelt es sich um das historische Phänomen eines neuen, totalitären Profitmodells. Wie dieses erfunden wurde, erklärte sie Anfang November in Berlin: Aus der Not der damaligen Startup-Krise im Silicon Valley – von einer unbedeutenden Firma namens Google.

Atheismus leicht gemacht

Der bekannte Atheist Richard Dawkins stellte vergangene Woche an der Universität Heidelberg sein neues Buch mit dem Titel "Atheismus für Anfänger: Warum wir Gott für ein sinnerfülltes Leben nicht brauchen" (Originaltitel: Outgrowing God: A Beginner's Guide) vor.

Ein roter Teppich für die Evolution

Der Düsseldorfer Aufklärungsdienst (DA!) plant einen Evolutionsweg auch für seine Stadt. Vorab präsentierte er eine Indoor-Version im Ballhaus – auf einem 23 Meter langen Roten Teppich. Begleitet wurde die zehntägige Mammutveranstaltung von hochkarätigen Vorträgen und Führungen für Schulklassen. Ein Konzept, das aufging und Nachahmung verdient.

Das Podium im Hörsaal der Humboldt-Universität

"Panik hilft ebenso wenig wie grenzenloser Optimismus"

Am Mittwochabend hatte die Berliner Hochschulgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) gemeinsam mit der Liberalen Hochschulgruppe (lhg) zu einer hochkarätigen Diskussionsveranstaltung auf den Campus der Humboldt-Universität geladen: Gleich drei Bundestagsabgeordnete diskutierten mit einem Genetik-Professor über die Zukunft des "Genome Editing" in Deutschland.

Lydia Benecke

Real-Life-Vampyre: Blut tut gut

Sie nennen sich "Real-Life-Vampyre", haben manchmal lange Eckzähne und trinken echtes Menschenblut. Klingt erst mal ganz schön psycho. Aber halt! Nach Ansicht von Kriminalpsychologin Lydia Benecke spricht einiges dafür, dass das Bluttrinken manchen Menschen hilft, emotional belastende Zustände zu bewältigen.

Auf dem Podium: Dr. Yasemin El-Menouar, Moderatorin Christiane Florin,  Prof. Dr. Gert Pickel, Saba-Nur Cheema, Dr. Lale Akgün (v. l.)

Rezepte gegen Religionskonflikte: Liebe, Bildung, Therapie?

Nach dem rechtsextrem-antisemitischen Terroranschlag von Halle überschlugen sich die Postings in den sozialen Medien. Spekulationen über Schuldige und Motive kochten hoch, noch ehe die Hintergründe bekannt wurden. Inzwischen wissen wir, dass der Tatverdächtige seinen Terrorakt mit einer kruden antisemitischen Verschwörungstheorie begründete.

Bernd Harder bei der Kortizes-Vortragsreihe "Vom Reiz des Übersinnlichen".

Vier Blickwinkel auf Verschwörungstheorien

Sind Verschwörungstheorien im Aufwind oder waren sie schon immer da? Wie gefährlich sind sie? Wie ist der richtige Umgang mit ihnen? Sollen wir sie ignorieren? Widerlegen? Oder ist sogar Toleranz angesagt, weil Verschwörungstheoretiker manchmal auch echte Verschwörungen aufdecken könnten?