Beschneidungsdebatte

Warum die Kölner Richter Recht haben

WÜRZBURG. (hpd) Das Urteil des Kölner Landgerichts, die religiös motivierte Beschneidung eines Jungen als strafbare Körperverletzung einzustufen, hat für erhebliches Aufsehen gesorgt. Nicht nur die unmittelbar betroffenen jüdischen und muslimischen Verbände haben sich scharf ablehnend geäußert, auch die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche haben sich gegen das Urteil ausgesprochen.

Scharfe Klingen – Stumpfe Logik

KÖLN. (hpd) Kritikern des Kölner Urteils zur Beschneidung ist es nicht gelungen, irgendwelche neuen Aspekte vorzubringen, die in der medizinisch-juristischen Diskussion nicht bereits berücksichtigt wurden. Der Umstand, dass nur ein Fünftel der Juden in Deutschland beschnitten ist, wirft die Frage auf, wie repräsentativ die Erklärungen offizieller Religionsvertreter überhaupt sind.

Mädchen von Verstümmelung bedroht

HAMBURG. (tf/hpd)  Ein zehnjähriges, in Deutschland geborenes Mädchen könnte bald Opfer von Genitalverstümmelung werden. Das Oberlandesgericht Karlsruhe revidierte ein vorangegangenes Urteil, das die Ausreise des Mädchens nach Äthiopien untersagt hatte.