Evolution

Stammbaum des Lebens

Evolution - ein fremdartiger Gott

BERLIN. (hpd) "Ein faszinierender Aspekt der Evolutionstheorie ist", so Jacques Monod, "dass jeder denkt, er würde sie verstehen." Ein Mensch, der auf die Welt blickt, sieht stets einen Zweck in den Dingen. Die Beine eines Hasen, geschaffen, um zu rennen, die Zähne eines Fuchses, geschaffen um zu zerreißen. Doch was man sieht, entspricht nicht unbedingt dem, was ist…

Großmaulmakrelen sind Nahrungsfiltrierer

Einblick in die Welt der Fische

NEU-BAMBERG. (hpd) Fische sind die meist verbreiteten und vielgestaltigsten Wirbeltiere auf der Erde. Unter Bezugnahme auf neueste Zählungen leben etwa 27.000 Arten von Fischen im Süßwasser und den Ozeanen unseres Planeten, davon sind etwa 14.000 Meeresfische. Im Vergleich sind das mehr Arten als alle anderen Wirbeltier-Arten wie Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere zusammen. Etwa 200 neue Fischarten werden jährlich wissenschaftlich neu beschrieben, und Entdeckungen bislang unbekannter Fische sind viel häufiger als die neuer Arten in den anderen Wirbeltier-Gruppen.

Tarn-Krake -- Riesen-Ocelli täuschen größeres Tier vor

Was sind denn Tintenschnecken?

NEU-BAMBERG. (hpd) Kraken, Kalmare, Sepien, und Nautiliden gehören allesamt zu jener Tiergruppe, die man Kopffüßer (Cephalopoden) nennt. Dieser Name bezieht sich auf die ungewöhnliche Gestalt der Tiere, denn ihre Arme bzw. "Füße" entspringen direkt dem Kopf. Der Name "Cephalopode" kommt von den griechischen Wörtern kephalos für Kopf und podos für Fuß. So versteht man auch den deutschen Namen Kopffüsser, aber noch häufiger ist "Tintenfisch" im Sprachgebrauch. Dieser ist eigentlich nicht korrekt, denn es handelt sich um wirbellose Tiere vom Stamm der Mollusken – und nicht um Fische. Korrekter also, aber seltener verwendet, ist der Begriff "Tintenschnecke".

Entdeckung des Autoren: die Kardinalsgarnele Lysmata debelius

Zehnfusskrebse

NEU-BAMBERG. (hpd) Die systematische Zusammengehörigkeit der über 30 000 bislang bekannten Krebstierarten beherrschen wohl nur Spezialisten. Etwa zwei Drittel der Arten stellen die höheren Krebse dar, die wieder in 14 Ordnungen unterteilt sind. Eine dieser Ordnungen, die Zehnfußkrebse, wird hier ausführlich illustriert.

Neonsternschnecke Rotes Meer

Die mit den nackten Kiemen

NEU-BAMBERG. (hpd) Sie sehen aus wie die Kreationen talentierter Maler, oft wie imaginäre Übungen mit dem Malerpinsel. Sie tragen meist prächtige Farben und sind mit Fortsätzen und Anhängen dekoriert, die nur ein Künstler ersonnen haben mag. Scheinbar ungeschützt sind sie die Unterwasseranalogien der Schmetterlinge. Und doch sind sie nur Tiere, die in einer "Freß-oder-gefressen-werden-Welt" überleben wollen, manchmal Jäger und manchmal Beute. Mehr noch, nehmen sie doch am Spiel der Evolution teil, weil sie den Schutz aufgegeben haben, der für andere Schnecken unverzichtbar ist. Und es sieht wohl so aus, als hätten sie dabei gewonnen.

Kein Platz für einen Schöpfergott

DEIDESHEIM. (hpd) Ulrich Kutscheras "Evolutionsbiologie" erschien in der 4. vollständig überarbeiteten und erweiterten Auflage zum 10. Todestag des bedeutenden Evolutionsforschers Ernst Mayr. Ihm gelang ein hervorragendes großformatiges Uni-Taschenbuch, das sich nicht nur an Biologiestudenten und alle an unserer biologischen Herkunft Interessierten wendet, sondern auch an Theologen und Gläubige, die noch immer das Wirken eines Schöpfergottes für glaubhaft halten.

Das Zweifeln lehren

Letzten Monat hielt Scott Walker, der Governeur von Wisconsin und ein voraussichtlicher Präsidentschaftskandidat eine Rede im Chatham House, einem internationalen Think-Tank in London. 

"Wir sind alle Kannibalen"

BERLIN. (hpd) Schon hoch betagt, von 1989 bis 2002, veröffentlichte Claude Lévi-Strauss rund ein Dutzend kleine Essays in der italienischen Tageszeitung "La Repubblica". Diese geistfunkelnden Kabinettstückchen sind Zeugnisse eines großen Humanisten.