Schweiz

Teilsieg für die entlassene Ethiklehrerin

BRIG-GLIS. (hpd) Der Bischof von Sitten schickte im letzten Frühjahr eine Ethiklehrerin in die Wüste. Jetzt hat sie einen ersten Teilsieg errungen: Der Walliser Staatsrat hat eine Beschwerde der Ethik- und Religionslehrerin Edith Inderkummen teilweise gutgeheissen und ihr eine nachträgliche Entschädigung für den Lohnausfall zugesprochen.

Sterbehilfe-Kritiker in Ethikkommission

SCHWEIZ. (hpd) Die Ethiker in der Nationalen Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin NEK gehören alle zum christlich-konservativen Filz. Anfang des Jahres wurden 8 von 15 Mitgliedern der Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin NEK ersetzt. Unter anderem wählte der Bundesrat zwei Moraltheologen in die Kommission, nämlich Markus Zimmermann von der Universität Freiburg und Frank Mathwig von der Universität Bern.

Freysinger: "Ich habe sie nicht kaltgestellt!"

BRIG-GLIS. (hpd) Der Bischof von Sitten schickte die beliebte Religions- und Ethiklehrerin Edith Inderkummen in die Wüste, weil sie aus der Kirche ausgetreten war. Als Infosperber und hpd letzte Woche darüber berichteten, geschah für Walliser Verhältnisse etwas sehr Ungewöhnliches.

Bischof von Sitten schickt Lehrerin in die Wüste

BRIG-GLIS. (hpd) Nach der Kruzifix-Affäre im Jahr 2010 zeigen die klerikalen und säkularen Kreise im Wallis erneut grosse Mühe mit der verfassungsmässigen Einhaltung der Glaubens- und Gewissensfreiheit. Betroffen ist diesmal die Religions- und Ethiklehrerin Edith Inderkummen, welche an der Orientierungsschule von Brig unterrichtete.

Die Freiheit nicht zu glauben

ZÜRICH. (hpd) Seit 1997 verleiht die schweizerische Zeitschrift „Beobachter“ den Prix Courage für außerordentliche, mutige Taten. Dieses Jahr ist unter den Nominierten Valentin Abgottspon. Der Walliser Lehrer war letztes Jahr zu nationaler Bekanntheit gelangt: seine Weigerung, unter dem Kruzifix zu unterrichten, brachte ihm die fristlose Kündigung ein. Sein Fall zeigt exemplarisch, dass Diskriminierung viele Gesichter hat.

Freidenkerin: Keine Pfarrgehälter mitfinanzieren

BERN. (fvs/hpd) Die Freidenker-Vereinigung der Schweiz unterstützt ein Berner Mitglied, das in Sachen Pfarrerbesoldung aus allgemeinen Staatssteuern nun an das Bundesgericht gelangt. Die Beschwerdeführerin ist nicht bereit, über die Kantonssteuern indirekt Kultussteuern, insbesondere für die Entlohnung der Geistlichen der Landeskirchen zu bezahlen.

Unselige Allianzen

ZÜRICH. (hpd) In der Schweiz zeigen sich gegenwärtig paradoxe Entwicklungen: Die Zusammenarbeit der Religionen wird öffentlich gefördert, die Trennung von Staat und Kirche unterminiert, und gleichzeitig wird Naturwissenschaft in den Schulen gezielt gestärkt.