3.9.1859
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Nürnberger Nachrichten 10 Mär 2010 Nr. 9016
Verbände ringen um gleichen Zugang zu Homöopathika
Detlef Drewes
BRÜSSEL - Der britische Thronfolger Prinz Charles schwört auf sie, 125 Millionen Europäer nutzen sie, doch nicht jeder kann sie bekommen: homöopathische Arzneimittel. Bald könnten die Kügelchen die EU-Kommission beschäftigen.
Homöopathische Arzneimittel sind für schwedische Ärzte Tabu: Selbst wenn sie wollten, dürfen sie sie nicht verschreiben. Ganz anders sieht das in Frankreich und Deutschland aus, hier können die Präparate problemlos von den Medizinern verordnet werden. Mit diesem Durcheinander soll bald Schluss sein, hoffen die Vertreter aus Industrie, behandelnden Therapeuten und Patienten.
Denn die EU-Kommission will ihr Regelwerk über die Zulassung pharmazeutischer Produkte in den kommenden Monaten überarbeiten. »Das ist der richtige Zeitpunkt, um die Homöopathie in die europäische Gesundheitspolitik zu integrieren«, sagt die irische Europa-Abgeordnete Marian Harkin von der liberalen Fraktion. (...)