Politik

Beschneidung von Kindern: „Wir machen weiter“

BERLIN. (hpd) Der Streit um das religiöse Recht auf Beschneidung von Kinderpenissen geht weiter. Am Mittwochabend diskutierten nun in der ARD-Talkshow Anne Will zwei Männer und vier Frauen über die Bedeutung des Urteils des Landgerichts Köln. Die Debatte zeigte auf, dass bei den berührten Themen ein dringender Klärungsbedarf besteht.

Eine Woche Erfolg

KÖLN. (hpd) Eine ereignisreiche Woche, zwei Kontinente, drei Länder: Mina Ahadi erzählt von einer versteckten Kamera in einer schwedischen Moschee, erfolgreichen Asylanträgen aufgrund der Freiheit von Religion und starken Frauen sowie einem US-Botschafter in Brasilien.

Appell: Fairer Prozess für Sanal Edamaraku

BERLIN. (hpd) In einem Offenen Brief hat die Präsidentin des Dachverbands Freier Weltanschauungsgemeinschaften an die Botschafterin Indiens in Deutschland appelliert, das Recht auf Meinungsfreiheit in Indien zu verteidigen und Sanal Edamaraku einen fairen Prozess zu ermöglichen.

Ein neues NPD-Verbotsverfahren?

(hpd) Der Jurist Eckart Klein legt in der kurzen Abhandlung sowohl eine kursorische Gesamtdarstellung zu Parteienverboten sie eine Erörterung verfahrensrechtlicher Fragen vor. Durchaus zutreffend wird hierbei auf Rechtsprobleme unterschiedlicher Art verwiesen, wobei Klein noch nicht einmal auf die inhaltlichen Fragen im engeren Sinne eingeht.

Warum die Kölner Richter Recht haben

WÜRZBURG. (hpd) Das Urteil des Kölner Landgerichts, die religiös motivierte Beschneidung eines Jungen als strafbare Körperverletzung einzustufen, hat für erhebliches Aufsehen gesorgt. Nicht nur die unmittelbar betroffenen jüdischen und muslimischen Verbände haben sich scharf ablehnend geäußert, auch die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche haben sich gegen das Urteil ausgesprochen.

„Rettung im letzten Augenblick“

(hpd) Der Historiker Sune Persson schildert die Befreiung Tausender KZ-Häftlinge durch das schwedische Rote Kreuz am Ende des Zweiten Weltkriegs. Erstmals liegt damit eine umfangreiche Darstellung zu einer wichtigen humanitären Aktion vor, worin der Autor auch zu Vorwürfen gegen Folke Bernadotte inhaltlich Stellung nimmt.

Das Grundgesetz in der Fußgängerzone

KÖLN. (hpd) Die einen verteilen den Koran, die anderen die Bibel. Frauen von fraINfra, der "Frankfurter Initiative progressiver Frauen", verteilen in deutschen Fußgängerzonen hingegen, in angenehmer Abgrenzung dazu, eine sinnvolle Schrift: das Deutsche Grundgesetz. Zunächst in Frankfurt, und letzten Samstag in Köln, mit Unterstützung der Frauenrechts-Organisation Terre des Femmes, brachten sie dabei jeweils ca. 1.000 Exemplare unters Volk.

Scharfe Klingen – Stumpfe Logik

KÖLN. (hpd) Kritikern des Kölner Urteils zur Beschneidung ist es nicht gelungen, irgendwelche neuen Aspekte vorzubringen, die in der medizinisch-juristischen Diskussion nicht bereits berücksichtigt wurden. Der Umstand, dass nur ein Fünftel der Juden in Deutschland beschnitten ist, wirft die Frage auf, wie repräsentativ die Erklärungen offizieller Religionsvertreter überhaupt sind.

Sollen extremistische Vereine verboten werden?

BELGIEN. (hpd) Nachdem der salafistische Prediger Fouad Belkacem in Februar dieses Jahres zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, findet in Belgien eine intensive Diskussion zu den Möglichkeiten eines gesetzlichen Vorgehens gegen religiöse und rechte Extremisten sowie ihrer Organisationen statt.

Vereinsverbotspraxis und Demokratie

(hpd) Die Politikwissenschaftlerin Julia Gerlach legt mit „Die Vereinsverbotspraxis der streitbaren Demokratie. Verbieten oder Nicht-Verbieten?“ die erste umfangreiche Studie zum Thema vor und fragt darin nach den Einflussfaktoren einer Risikoperzeption des Extremismus und dem Spiel in der politischen Arena.