Der Autor befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene. Er schreibt zudem für watson.ch.
Die Corona-Pandemie wirft ihre langen Schatten bis in die heutigen Tage. Das Virus hat zwar seinen Schrecken verloren, doch das Bewusstsein der Verschwörungstheoretiker und Schwurbler bleibt vergiftet. Sie sind immer noch gefangen in ihrer geistigen Verirrung, und ihr Fanatismus lebt munter weiter. Die Auswüchse dieses Phänomens lassen sich an zwei tragischen Familiengeschichten festmachen.
Die meisten Glaubensgemeinschaften sind heute nicht mehr attraktiv, weil sie veraltete Weltbilder transportieren und die Lebenswirklichkeit der modernen Menschen verkennen.
Die Schweizer Landesregierung will "alternative" Methoden weiterhin über die Krankenkasse zahlen lassen, obwohl ihre Wirksamkeit nicht nachgewiesen werden kann.
Das tibetische Oberhaupt müsste wie ein bescheidener Mönch zurückgezogen leben, doch "Seine Heiligkeit" wird von den Buddhismus-Fans wie ein Messias verehrt.
Die meisten Kriege und kriegerischen Auseinandersetzungen hatten in der Vergangenheit einen religiösen Hintergrund. Das gilt auch für viele Bürgerkriege. Eine unheilige Tradition, die sich trotz Säkularisierung bis heute in vielen Weltgegenden fortsetzt.
Die Konfessionslosen bilden die grösste Gruppe der Schweizer Bevölkerung, doch die Volksvertreterinnen und Volksvertreter in Bern sind mehrheitlich Kirchenmitglieder.