Armin Pfahl-Traughber

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Jg. 1963, ist hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit den Schwerpunkten "Politischer Extremismus" und "Politische Ideengeschichte". Außerdem gibt er seit 2008 ebendort das "Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung" heraus.

Artikel des Autoren

Neue kritische Stalin-Biographie eines russischen Historikers

BONN. (hpd) Der russische Historiker Oleg Chlewnjuk legt mit "Stalin" eine neue Biographie des Diktators vor, worin er sich gegen die apologetischen und relativierenden Deutungen in seinem Heimatland ausspricht. Die Lebensbeschreibung bringt indessen aus der Perspektive der westlichen Forschung keine neuen Erkenntnisse, kann aber als interessante und seriöse Darstellung über das Leben eines der brutalsten politischen Massenmörder des 20. Jahrhunderts gelten.

Geschichte der geheimen "Stay-Behind-Organisationen"

Die Partisanen der NATO

BONN. (hpd) Die beiden Autoren Erich Schmidt-Eeenboom und Ulrich Stoll legen in ihrem Buch "Die Partisanen der NATO. Stay-Behind-Organisationen in Deutschland 1946–1991" eine Darstellung zu den geheimen paramilitärischen Gruppen auf Basis von Archivquellen vor. Damit bereichern sie das gesicherte Wissen um diesen auch um Konspirationsvorstellungen kreisenden Komplex, bleiben aber mehr eine Darstellung von Details ohne politische Gesamtanalyse verhaftet.

Aktuelle Studie

Das Bundesamt für Verfassungsschutz und die NS-Vergangenheit

BONN. (hpd) Die Historiker Constantin Goschler und Michael Wala legen mit "Keine neue Gestapo" eine Studie zur Frühgeschichte des Inlandsnachrichtendienstes mit einem Schwerpunkt auf der Frage nach der Präsenz ehemaliger NS-Funktionsträger in der Behörde vor. Die Autoren präsentierten eine akribisch recherchierte Studie, die aber mehr einer Beschreibung und weniger einer Analyse verpflichtet ist.

Einseitig, aber nicht falsch

Noam Chomskys Kritik der US-Außenpolitik

BONN. (hpd) Der bekannte Linguist Noam Chomsky, der als vehementer Kritiker der US-Außenpolitik noch berühmter wurde, legt mit "'Weil wir es so sagen'. Texte gegen die amerikanische Weltherrschaft im 21. Jahrhundert" mit Einwänden gegen die Politik seines Landes vor. 

Frans de Waals neues Buch

Moral vor Religion

BONN. (hpd) Der Primatenforscher Fans de Waal macht in seinem Buch "Der Mensch, der Bonobo und die Zehn Gebote. Moral ist älter als Religion" deutlich, dass es Kooperation und Moral eben auch schon bei den Affen und anderen Tieren gegeben hat und demnach nicht aus der Religion heraus entstanden ist. 

Eine Dokumentation

Bernie Sanders' Vision für eine bessere USA

BONN. (hpd) Ausgerechnet ein bekennender demokratischer Sozialist ist Hillary Clintons schärfster Konkurrent um die Nominierung für das Kandidatenamt zu den US-Präsidentschaftswahlen. Der Publizist Jonathan Tasini dokumentiert seine politischen Aussagen zu wichtigen Politikfeldern in dem Buch "Bernie Sanders and his Vision for America" mit beachtenswerten Kommentaren zum Einfluss der Superreichen auf die Politik und Positionen zu einer sozial gerechteren Gesellschaftsordnung.

Ein informativer Sammelband

Das politische Skandinavien

BONN. (hpd) Der von den Skandinavisten Bernd Hennigsen und Sven Jochem und dem politischen Bildner Siegfried Frech herausgegebene Sammelband "Das politische Skandinavien. Gesellschaft, Wirtschaft, Politik & Kultur" informiert in 12 Beiträgen über die unterschiedlichsten Aspekte der Entwicklung in den nordeuropäischen Ländern.

Ein Manifest

Vom anthropozentrischen zum veganen Humanismus

BONN. (hpd) Der Philosoph Bernhard H. F. Taureck legt in seinem schmalen Band "Manifest des veganen Humanismus" ein Plädoyer für ein Ende der menschlichen Tiernutzung in all ihren Bezügen vor. Auch wenn er etwas fragemtarisch und unstrukturiert vorgeht, kann er gute theoretische Argumente für eine Erweiterung des anthropozentrischen hin zum veganen Humanismus vorlegen.

Daniel Bax' aktuelles Buch

Gefahr von Islamfeinden – nicht von Muslimen

BONN. (hpd) Der taz-Redakteur Daniel Bax legt mit seinem Buch "Angst ums Abendland. Warum wir uns nicht vor Muslimen, sondern vor den Islamfeinden fürchten sollten" eine journalistische Gesamtdarstellung zu den unterschiedlichsten Akteuren islam- und muslimenfeindlichen Wirkens vor. Dabei handelt es sich um eine informative Darstellung und Einschätzung zum Thema, die aber im Bemühen um Aufklärung gegen Ressentiments manche bedenkliche Entwicklungen und Gegebenheiten eher ausblendet.