Kunst und Kultur

Der kluge Bastard

TRIER. (hpd) Hans Neuenfels gilt als einer der skandalträchtigsten Theater- und Opernregisseure Deutschlands. Der Regisseur verteilte 1966 vor dem Trierer Dom rosafarbene Handzettel mit der Aufforderung “Helfen Sie mit, den Trierer Dom abzureißen”, und seine “Idomeneo”-Deutung in der Deutschen Oper Berlin musste im Zuge des Karikaturenstreits unter Polizeischutz aufgeführt werden. Der 70jährige las gestern aus seinem autobiografischen “Bastardbuch”.

Religions-Zensus zeigt wachsende Vielfalt

CHICAGO. (hpd) Weniger Katholiken und moderate Protestanten, starkes Wachstum bei Mormonen und muslimischen Gemeinden. So lauten Trends des letzten Jahrzehnts bei den Konfessionen in den Vereinigten Staaten, wie ein Anfang Mai veröffentlichter Religions-Zensus festgestellt hat. Katholiken bilden weiterhin die zahlenmäßig größte Konfessionsgruppe.

Katholikentag: Alternativprogramm

MANNHEIM. (hpd) „Einen neuen Aufbruch wagen“, so heißt das Motto des 98. deutschen Katholikentages. Das wird vielleicht tatsächlich so sein, obwohl vermutlich mit einem inhaltlich anders gepackten Rucksack und in eine andere Richtung, als es der Vatikan vorgegeben hat.

Wien: Clash of Cultures

WIEN. (hpd) Das offizielle Österreich hat am Dienstag erstmals den Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus begangen, was deutschnationale Burschenschafter nicht abhielt, am Abend am Heldenplatz ihr umstrittenes „Totengedenken“ abzuhalten. Mehr als tausend Menschen nahmen an einer Gegendemonstration gegen das Burschenschafter-Ritual teil.

„München liest – aus verbrannten Büchern“

MÜNCHEN. (hpd) Am morgigen Donnerstag wird es in München auf dem Elisabeth Castonier Platz (Königsplatz) von 10 - 18 Uhr eine Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an den Jahrestag der Bücherverbrennungen in Deutschland (10.5.1933) geben. „Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ (Heinrich Heine, 1821)

AHA! Mathematiker

(hpd) Möglicherweise weil sie logisch denken, finden sich unter Mathematikern recht viele Atheisten, Humanisten und Agnostiker. Der hpd präsentiert heute einige Nobelpreisträger, den Vater der Informatik, den Nachfolger von Richard Dawkins’ „Simonyi Professorship for the Public Understanding of Science“ sowie den Mann, nach dessen Lebensgeschichte der Oscar-prämierte Hollywood-Film „A Beautiful Mind“ gedreht wurde.

Wenn Atheisten beten

BERLIN. (hpd) Atheist werden ist nicht leicht. Eigentlich liegt es eher nahe, irgendwie religiös zu sein. Obwohl meine Eltern beide nicht besonders gläubig waren (mein Vater ein jüdischer Agnostiker mit Sympathien für das Christentum, meine Mutter eine anglikanische Agnostikerin mit einer Schwäche für Astrologie), war ich als Kind ein frommer Christ.

Wer hatte das „beste Teutsch“?

MÜNSTER (hpd/exc) Katholiken und Protestanten stand in früheren Zeiten ein unterschiedliches Deutsch zur Verfügung. Das lässt sich anhand zahlreicher historischer Quellen (Grabinschriften, Leichenpredigten, Schulordnungen und Konversionsschriften) belegen, wie Studien aus dem Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster ergaben.

Fußball-Fankultur: „Ultras im Abseits?“

(hpd) Der Sammelband enthält 22 Aufsätze zu unterschiedlichen Aspekten der fanatischen Fußballfankultur. Aufgrund der unterschiedlichen Autoren, wozu Fanbetreuer ebenso wie Polizeibeamte gehören, entsteht ein facettenreiches Bild der Ultras, die medial meist nur mit Gewaltneigung und Pyrotechnik in Verbindung gebracht werden.

Lautet die Botschaft wirklich „selbst denken“?

BERLIN. (hpd) Am vergangenen Freitag wurde die Theologin Margot Käßmann in das Amt als Botschafterin des Reformationsjubiläums 2017 eingeführt. Die Säkularen Humanisten Rhein-Neckar wandten sich deshalb mit einem offenen Brief an Käßmann, um eine kritische Darstellung von Luthers folgenschwerem Judenhass einzufordern. Dort gibt man sich derzeit nachdenklich.