Kunst und Kultur

Lesen und Schenken

Alle Jahre wieder freut sich der Einzelhandel über den Brauch, anlässlich des Weihnachtsfestes die Familie, engere Freunde, nette Bekannte und wichtige Geschäftspartnerinnen mit einem Geschenk zu beglücken. Besonders gut geeignet sind Bücher, da sie – anders als Socken, ein Nasenring oder eine Gartenschere – bereits nach einmaligem Gebrauch danach rufen ersetzt zu werden. Das macht die Auswahl eines neuen Geschenkes einfach. Meint jedenfalls die denkladen-Redaktion, und um es noch einfacher zu machen, hat sie ein paar Vorschläge, die nicht nur im säkularen Freundeskreis gut ankommen könnten.

"Wir mussten über Wochen und Monate nächtlichen Telefonterror ertragen"

Seine Karikaturen finden sich auf Flugblättern und Webseiten, viele kirchenkritische Veranstaltungen und Kampagnen der letzten Jahrzehnte hat er "ins Bild gesetzt": der langjährige Hauskarikaturist der MIZ Rolf Heinrich. Nun ist sein Buch "Kreuzschmerzen adieu!" erschienen, das Karikaturen aus den vergangenen 35 Jahren präsentiert. Der hpd sprach mit dem Zeichner über 35 Jahre künstlerisch-politischen Engagements.

"Eine große Weltbejahung nach dem Tode Gottes"

Vor 100 Jahren sind die Duineser Elegien veröffentlicht worden. Der Gedichtzyklus von Rainer Maria Rilke gehört zu den meistgelesenen Werken deutscher Lyrik und gilt zugleich als schwer zugänglich. Der Philosoph Franz Josef Wetz macht in einem "Lesekompass" Vorschläge für ein besseres Verständnis der Verse. Im Interview mit dem hpd erklärt er, warum Rilke auch für Naturalisten und Atheistinnen von Interesse sein könnte.

"Warum ich kein Christ bin"

Der Aufklärer und freidenkende Atheist Bertrand Russell hat vor fast einhundert Jahren den Text "Warum ich kein Christ bin" geschrieben. Jetzt ist er als Taschenbuch erschienen. Unbedingt lesenswert – meint Helmut Ortner.

"Passion Giordano Bruno" in neuem Gewand

Am heutigen 30. August jährt sich der Geburtstag des österreichischen Komponisten Gerhard Wimberger zum 100. Mal. Die Giordano-Bruno-Stiftung erinnert an ihren 2016 verstorbenen Beirat mit einer ungewöhnlichen Video-Collage zu Wimbergers letztem großen Werk – der "Passion Giordano Bruno", die vor zehn Jahren bei den Salzburger Festspielen das Publikum begeisterte.

Szene aus dem Film "Oppenheimer"

Hindus gegen "Oppenheimer"

Als eine "größere Verschwörung anti-hinduistischer Kräfte", bezeichnet ein Regierungsbeamter den Kinofilm "Oppenheimer". In einer Szene liest der Hauptdarsteller einen Satz Krishnas vor. Die Hindu-Rechten forderten die Bevölkerung zum Boykott von "Oppenheimer" auf. Trotzdem ist der Film in Indien der bisher erfolgreichste Hollywood-Streifen des Jahres.