Blasphemie

Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz in der Wilhelmstraße, Berlin

Auf 1 folgt 2, auf 103 folgt 166...

Streichung des "Blasphemie-Paragrafen" gefordert

Seit diesem Jahr ist die sogenannte "Majestätsbeleidung" in Deutschland nicht mehr strafbar. § 103 des Strafgesetzbuches (StGB) wurde durch das "Gesetz zur Reform der Straftaten gegen ausländische Staaten" vom 17.07.2017 (BGBl. I S. 2439) mit Wirkung zum 01.01.2018 aufgehoben.

Institut für Weltanschauungsrecht

Jamaika-Koalition: Gute Aussichten für Abschaffung des Blasphemieparagrafen in Deutschland?

Am vergangenen Samstag begingen zahlreiche säkulare Organisationen weltweit den "Blasphemy Day", an dem die Abschaffung der in vielen Ländern noch immer bestehenden Blasphemie-Gesetzgebung gefordert wird. Auch in Deutschland gibt es noch einen Blasphemie-Paragrafen. Am "Blasphemy Day" bekräftigten die Rechtsexperten des Instituts für Weltanschauungsrecht (ifw) daher nochmals ihre Forderung zur Abschaffung des § 166 Strafgesetzbuch (StGB) durch den Deutschen Bundestag. Gleichzeitig ist ihrer Meinung nach die rechtspolitische Ausgangslage für eine Abschaffung des Blasphemieparagrafen derzeit so gut, wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Stephen Fry

Stephen Frys "Gott ist ein Monster"-Interview

Ermittlungen wegen Blasphemie eingestellt

Die Nachricht, dass die irische Polizei gegen den britischen Autor und Schauspieler Stephen Fry wegen Blasphemie ermittelt, wurde weltweit mit Überraschung zur Kenntnis genommen. Nun teilte die Polizei mit, dass die Ermittlungen eingestellt wurden.

Facebook-Erinnerungsseite

Pakistan: Ultrareligiöse Selbstjustiz wegen angeblicher Blasphemie

Selbsterklärter "Humanist" zu Tode geprügelt

In Pakistan haben Studenten einen Kommilitonen ermordet, weil er sich auf seinem Facebook-Kanal den Beinamen "The Humanist" gegeben hatte. Dies berichten zahlreiche Medien. Über zwanzig Männer seien mit Stöcken über ihn hergefallen, bevor er von einem Schuss getroffen wurde. Ob das 23-jährige Opfer tatsächlich eine humanistische oder atheistische Einstellung hatte, ist demnach unklar. In Pakistans Parlament wurde nach dem Vorfall die Forderung gestellt, Menschen, die andere fälschlicherweise der Blasphemie beschuldigen, genauso behandelt werden sollten wie Blasphemiker selbst. Auf Gotteslästerung droht in Pakistan die Todesstrafe.

Teufelstier

Auf der großen Heidenspaßparty des BfG Bayern im Münchner Oberangertheater, bei der am zurückliegenden Karfreitag der renommierte Kunstpreis "Der freche Mario" verliehen wurde, gab es neben den Arbeiten der Preisträger selbst und großartigen Lesungen von Piero Masztalerz und Ralf König auch eine kleine Skulptur zu bewundern, die, thematisch passend, erstmals einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt wurde: eine Fledermaus, jahrhundertelang verfemt und verfolgt als "Teufelstier", in Gestalt einer gotischen Madonna.

Spruchtaxi: Kein Verstoß gegen § 166 StGB

Freispruch für "Gotteslästerer"

In zweiter Instanz wurde der pensionierte Lehrer Albert Voß gestern durch das Landgericht Münster vom Vorwurf des Verstoßes gegen den sogenannten "Gotteslästerungsparagrafen" §166 StGB freigesprochen. Für "gotteslästerliche" Sprüche auf der Heckscheibe seines Autos war er im Vorjahr durch das Amtsgericht Lüdinghausen in erster Instanz schuldig gesprochen worden.