Skeptiker

Fukushima: Die lange Halbwertszeit der Mythen

Es war eine Katastrophe, die die Welt erschütterte: Am 11. März 2011 ereignete sich vor der japanischen Pazifikküste das größte Erdbeben seit Beginn der historischen Aufzeichnungen und löste einen verheerenden Tsunami aus. Dabei verloren zwischen 15.000 und 20.000 Menschen das Leben. Eine halbe Million musste flüchten, viele wurden in Notunterkünften unter schwierigen Lebensbedingungen untergebracht. Posttraumatische Belastungsstörungen und eine erhöhte Suizidrate waren die Folge, hinzu kam die soziale Stigmatisierung der Evakuierten.

Weshalb glauben Menschen an Verschwörungserzählungen?

Tendenziell ängstlich, emotional labil, aber auch offen für neue Erfahrungen – diese scheinbar widersprüchlichen Persönlichkeitseigenschaften haben Wuppertaler Psychologen vermehrt bei Menschen festgestellt, die zu Verschwörungstheorien neigen. Dies gelang mit einem neu entwickelten Messverfahren, das dazu beiträgt, die Bereitschaft zum Verschwörungsdenken weltweit besser zu verstehen.

Sexueller Missbrauch: Falsche Erinnerung durch Psychotherapie

Zu Unrecht beschuldigt: Wenn Erwachsene ihren Familienmitgliedern plötzlich sexuellen Missbrauch in der Kindheit vorwerfen, geschieht dies meist im Zuge einer bestimmten Form von Psychotherapie. Die Klienten glauben dann, sich an Vorfälle zu erinnern, die nie stattgefunden haben. Bestärkt werden sie von Therapeuten, die an der Entstehung solcher Falscherinnerungen unbeabsichtigt mitgewirkt haben.

Cover des Skeptiker-Sonderhefts

Das Virus der Verschwörungstheorie

Die Mythen und Verschwörungserzählungen, die sich rund um das Coronavirus ranken, sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Dem widmet der Skeptiker, die Zeitschrift der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), eine Sonderausgabe.

Dr. Holm Hümmler

Corona: Die Epidemie der Verschwörungsmythen

Ein paar Stunden lang sah es so aus, als wäre bald ein Ende in Sicht. Schon für Herbst kündigte das Robert Koch-Institut am Mittwoch einen Corona-Impfstoff an – zog die Pressemeldung jedoch schon am selben Abend wieder zurück. Indessen steigen die Fallzahlen, und auch die "Epidemie der Verschwörungymythen" wird wohl weiterhin grassieren. Ein brandaktuelles Thema also, das die Kölner Skeptiker für ihren ersten Online-Vortrag gewählt hatten. Mit dem Physiker und Buchautor Dr. Holm Hümmler saß ein anerkannter Fachmann und Szenekenner vor der Kamera.

Dicker Reibach mit Verschwörungsmythen?

Nicht erst seit der Corona-Krise haben Verschwörungsmythen Hochkonjunktur. Wer dem Geraune um Chemtrails, 9/11, die "Neue Weltordnung" oder allem zusammen anhängt, dem bietet der Markt ein breites Spektrum an Büchern und Videos, die seine Ansicht bestärken und durch Falschinformationen weiter zementieren.

5G-Strahlung und heiliges Wasser

Das neue Mobilfunknetz 5G bringt nicht nur die Vorstellungskraft von Technophilen auf Touren. Während sie sich auf schnellen Datenverkehr ohne Funklöcher freuen, grassiert anderswo die Strahlen-Angst. Ganze Vogelschwärme sollen nach einem 5G-Versuch in den Niederlanden tot vom Himmel gefallen sein. Doch so beängstigend das auch klingt, es ist schlicht ein Märchen.