Soziales

„Das Ende der Geduld“

(hpd) Die Jugendrichterin Kirsten Heisig berichtet in ihrem Buch anhand von Fallbeispielen von ihren persönlichen Eindrücken über die größere Brutalität und Häufigkeit der Gewalt junger Menschen. Auch wenn man die Erfahrungen aus einem besonderen Problembezirk Berlins nicht verallgemeinern kann, verdienen die Schilderungen als Abbild einer möglichen Zukunft in Verbindung mit den Aussagen über Ursachen und Gegenstrategien große Aufmerksamkeit.

Praktizierte Nächstenliebe vor Ort

LEIMEN. (hpd) In Leimen soll der evangelische Kindergarten Thiele-Winckler-Haus geschlossen werden. Das ist angesichts der sinkenden Kirchensteuereinnahmen zwar nichts Ungewöhnliches mehr, aber in Leimen geht die Kirche derart gleichgültig über die Gemeindeinteressen hinweg, dass es einen Gemeinderat empört.

Die Hölle mit Seitennischen

TRIER. (hpd) Dr. Waldemar Vogelgesang kann man das Verdienst anrechnen, die Veröffentlichung der „Geschichte einer geraubten Kindheit“ des ehemaligen österreichischen Heimkindes Jenö Alpár Molnár maßgeblich herbeigeführt zu haben. Der hpd sprach mit dem Soziologen über geschlossene Institutionen, Gewalt und Widerstand, Entschädigungen für Heimkinder, Gründe für die Pionierleistungen Molnárs und den Vorreiter Österreich.

Katholische Kirche behindert Kampf gegen FGM

KENIA. (tf/hpd) Gemäß Berichten von kenianischen Gruppierungen, die sich gegen die grausame Mädchenbeschneidung einsetzen, soll die katholische Kirche diese Form der Gewalt aktiv unterstützen und den Kampf gegen die Female Genital Mutilation, FGM, in der Region behindern.

Ratschläge (nicht nur) für säkulare Studenten

USA. (wr/hpd) Dave Niose ist Präsident der American Humanist Association. Während an den Universitäten in Deutschland die vorlesungsfreie Zeit gerade beginnt, veröffentlichte Dave Niose am Wochenende einige „unerbetene“ Ratschläge für säkulare Schüler und Studierende. Nichtreligiöse Ideen machen nicht an Ländergrenzen halt, weshalb seine Worte auch hierzulande Aufmerksamkeit verdienen.

Verfassungsgericht schützt „Lebensschützer“

KARLSRUHE. (hpd) Seit einigen Tagen, genau seit dem 29. Juni 2010, dürfen selbsternannte „Lebensschützer“ wieder straffrei Frauen behelligen, die sich das Recht nehmen, über ihren Körper selbst zu bestimmen. Das Bundesverfassungsgericht gab einem dieser „Lebensschützer“ Recht, der vor einer Münchener Frauenarztpraxis massiv gegen Frauen vorging, die sich vom Arzt beraten lassen bzw. einen Schwangerschaftsabbruch durch diesen durchführen lassen wollten.

„Goldener Freitag“

KARLSRUHE. (hls/hpd) Der Begriff „Sterbehilfe“ ist das Gegenstück zum Begriff „Geburtshilfe“: Interview mit dem vom Bundesgerichtshof (BGH) am 25. Juni 2010 freigesprochenen Rechtsanwalt Wolfgang Putz.