Schmarrn: die Wünschelrute

In seiner Standard-Kolumne "So ein Schmarrn" schreibt Florian Freistetter aktuell über Wünschelruten.

"Eine Wünschelrute ist ein vielseitiges Instrument. Man kann damit nach Wasseradern und Erdstrahlen suchen, morphogenetische Felder messen oder feinstoffliche Schwingungen identifizieren. Das ist insofern bemerkenswert, als keines dieses Phänomene in der Realität existiert."

Er nennt sie "ein ideales Instrument zur Selbst- und Fremdtäuschung" und weist nach, dass sie der reine "Schmarrn" sind. Allerdings ist ihm auch klar, dass wissenschaftliche Nachweise der Unwirksamkeit nicht genügen, wenn mit Ängsten Geld gemacht werden kann: "Nichts ist eben angsteinflößender als eine unsichtbare Gefahr; selbst wenn diese gar nicht existiert."

Kommentare (1)

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Do. 11 Dez 2014 - 02:50

Guter Florian Freistetter, der hier dankenswerterweise ein Phänomen der Esoterik addressiert. Ich habe mir in dem Zusammenhang nie wirklich erklären können, wie sich Menschen (auch aus meinem Bekanntenkreis), die sich gerade mühevoll aus einer kirchlichen Umklammerung befreien konnten, sich fast ebenso mühelos der Esoterik hingeben.
Ich will jedoch nicht abstreiten, dass es linienhafte unterirdische Wasseradern geben könnte.

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