Jahreshauptversammlung des bfg Bayern

Bewährte Themen und neue Vorstandsmitglieder

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Der frisch gewählte Vorstand des bfg Bayern mit den Teilnehmern aus den Ortsverbänden. Vorne (von links): Philipp Schramm, Michael Geyer, Gislinde Nauy, Frank Riegler, Anne-Barbara Kindler. 2. Reihe, rechts außen: Bernd Sandner.

Am vergangenen Wochenende hatte der Bund für Geistesfreiheit (bfg) Bayern seine zehn Ortsgemeinschaften zur Jahreshauptversammlung nach Nürnberg eingeladen, um über Aufgaben und Ziele der säkular-humanistischen Verbände zu diskutieren und einen neuen Vorstand zu wählen.

Zunächst ging es um das Bisherige: die stellvertretende Vorsitzende, Gislinde Nauy, präsentierte die Arbeit der letzten zwei Jahre. Ein Schwerpunkt war die Verteidigung der elementarsten Menschenrechte, etwa beim sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Mandatsträger der katholischen Kirche oder beim Recht von Eltern, an minderjährigen Jungen Genitalverstümmelungen vornehmen zu lassen. Außerdem hat sich der bfg Bayern mit dem Recht und der realen Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs befasst, ebenso mit einer radikalen Modernisierung der bayerischen Bestattungsordnung und dem Recht auf selbstbestimmtes Sterben. Bei diesen fünf Punkten sieht der bfg in Bayern auch weiterhin erheblichen Handlungsbedarf.

Dauerthema sind auch die "Stillen Tage" im bayerischen Feiertagsgesetz. Obwohl das Bundesverfassungsgericht bereits 2016 festgestellt hat, dass die Regelungen in Bayern verfassungswidrig sind, ändert die bayerische Staatsregierung das Gesetz nicht. Während mittlerweile in München in über 60 Clubs getanzt wird, versuchen die Ordnungsämter in Nürnberg und Erlangen solche Veranstaltungen mit der Konstruktion von bürokratischen Hürden weiter zu verhindern.

Als Körperschaft des öffentlichen Rechts hat der bfg Bayern auf BR 2 sechs Radiosendungen im Jahr, deren Inhalte er selbst bestimmen kann (alle Sendungen und ausführlichere Podcasts finden Sie hier).

Danksagung
Der neue und alte Vorsitzende Frank Riegler bedankt sich bei der bisherigen Schatzmeisterin Bettina Eder. Foto: © Rainer Rosenzweig

Dann wurde gewählt. Die anwesenden Delegierten setzten auf Kontinuität: Vier Mitglieder aus dem vor zwei Jahren gewählten Vorstand stellten sich erneut zur Wahl: Frank Riegler aus Erlangen wurde wieder als Vorsitzender gewählt, Gislinde Nauy aus Augsburg und Anne-Barbara Kindler aus München als stellvertretende Vorsitzende sowie Phlilipp Schramm von der Ortsgemeinschaft Bayreuth/Kulmbach als Schriftführer. Neu im Vorstand sind Michael Geyer aus München als Schatzmeister und Bernd Sandner von der Ortsgemeinschaft Neuburg an der Donau/Ingolstadt. Bettina Eder und Stefanie Weig aus dem bisherigen Vorstand hatten nicht erneut kandidiert.

In den nächsten zwei Jahren soll die Zusammenarbeit mit anderen säkular-humanistischen Verbänden verstärkt werden, ebenso die punktuelle Kooperation mit Organisationen mit Übereinstimmungen in bestimmten Zielen, etwa Terres des Femmes bei der Durchsetzung von Frauenrechten oder die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben, um das Recht auf ein selbstbestimmtes Lebensende bekannter zu machen.

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