Islamische Geistliche und Gelehrte verurteilen ISIS

In den letzten Wochen haben sich hunderte islamische Gelehrte und Geistliche deutlich gegen ISIS positioniert.

Konfessionsübergreifend herrscht Konsens in der Ablehnung der Gruppierung. Während der syrische Gelehrte Muhammad al-Yacoubi recht früh die IS-Terroristen als "Abtrünnige" einstufte, verbot kürzlich auch die Regierung des bevölkerungsreichsten muslimischen Landes - Indonesien - auf Rat der Gelehrtenversammlung jegliche Solidarisierung mit der Gruppe. Auch palästinensische Geistliche und politische Gruppen positionierten sich deutlich gegen den Terror der ISIS.

Kommentare (1)

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Di. 2 Sep 2014 - 04:05

Geistliche und Gelehrte also, interessant. Das Problem scheint mir darin zu bestehen, dass es im islamischen Einflussbereich keinen allwissenden und allgemein akzeptierten Obermufti gibt, der zweifelsfrei die Richtung vorgibt. So kann der Koran, ähnlich wie die Bibel (das passiert nur mehr seltener), in fast jeder beliebigen Richtung gelesen und interpretiert werden - von "liebe Deine Feinde" bis "töte sie", was leidlich häufig in jeder Richtung praktiziert wurde und wird. Wenn ich mich recht erinnere, steht islamrechtlich (lt. Schari'a) auf Ridda (die abtrünnige Apostasie) die Todesstrafe. Nun denn, liebe 'Gelehrte', viel Spaß dabei, wie ihr aus dem Schlamassel wieder rauskommt.

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