Der Autor ist promovierter Philosoph und betreibt den Podcast "vorpolitisch", in dem er sich mit gesellschaftspolitischen Fragen der Gegenwart beschäftigt und mit Gästen v.a. aus Wissenschaft und Forschung spricht. Er hat zum Islamismus geforscht und publiziert und arbeitet aktuell an einem Buch über die Neue Rechte in Deutschland und ihre Ideengeschichte.
Sebastian Schnelle
Von Sebastian Schnelle auf HPD erschienen
Analyse
Legislative Arbeitsverweigerung
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Welche Anforderungen müsste ein Gesetz erfüllen, um in Streitfragen rund um eine Änderung des Geschlechtseintrags tatsächlich Rechtsklarheit und Rechtsfrieden herzustellen? Zahlreiche Streitfälle zeigen, dass das Selbstbestimmungsgesetz zentrale Folgefragen zu Hausrecht, Diskriminierung und den Wirkungen des Personenstands weitgehend offenlässt und damit erhebliche Rechtsunsicherheiten erzeugt.Alles lesen →
Veranstaltungsbericht
Behördlicher Blindflug
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In Berlin fand am 24. Juni die Veranstaltung "Vom 'Blindflug' zur Transparenz: Was folgt aus dem Förderskandal um Islamic Relief?" statt. Im Mittelpunkt stand die Kritik an der Förderung von Islamic Relief Deutschland durch das Auswärtige Amt in Höhe von rund 15 Millionen Euro sowie der Umgang mit Warnhinweisen zu möglichen Verbindungen zur Muslimbruderschaft. Diskutiert wurden insbesondere die Ergebnisse eines als "Blindflug" bezeichneten Prüfberichts des Bundesrechnungshofs und die Frage nach mehr Transparenz in der staatlichen Förderpraxis.Alles lesen →
Kommentar
Soll man lachen oder weinen?
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Homosexualität sei Sünde, Muslimas dürften keine Christen heiraten, Geigenmusik und Uno seien verboten: Der TikTok-Prediger Alaá El Sayed vertritt Positionen, die man ohne Weiteres als ultrakonservativ bezeichnen kann. Umso erstaunlicher ist, dass die ZEIT diese kaum kritisch einordnet, sondern vor allem darüber diskutiert, ob der Prediger überhaupt als radikal gelten darf.Alles lesen →
Rezension
Kooperation oder Konfrontation? Der Streit in der Neuen Rechten um den Umgang mit dem Islam
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Die Auseinandersetzung mit einem islamkritischen Werk aus dem Jungeuropa Verlag eröffnet nicht nur einen Einblick in die Debatten der Neuen Rechten, sondern schärft auch die Konturen einer säkular-humanistischen Gegenposition. Dabei zeigt sich, wo seine Kritik am Islamismus berechtigt ist und warum seine Verallgemeinerungen über Muslime und den Islam dennoch nicht überzeugen.Alles lesen →
Analyse
Die Mär von den abgewiesenen WM-Sportlern
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Ein Bericht über angeblich benachteiligte muslimische Sportler bei der Fußball-WM der Männer 2026 hat ein breites Echo in religiös geprägten Medien ausgelöst. Doch bei näherer Betrachtung stützt sich die Kritik vor allem auf wenige Einzelfälle, während belastbare Belege für eine systematische Diskriminierung muslimischer Spieler bislang fehlen. Was bleibt, ist die grundsätzliche Frage, wie demokratische Staaten zwischen Sicherheitsinteressen und dem Vorwurf religiöser Benachteiligung abwägen sollen.Alles lesen →
Rezension
Der Kampf gegen das Böse als wirkmächtige politische Metapher
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Volker Weiß zeigt in "Katechon", wie ein rätselhafter Begriff aus dem Neuen Testament zur politischen Metapher der Gegenwart wurde. Von Carl Schmitt über Peter Thiel bis Alexander Dugin verfolgt er die Sehnsucht nach einem "Aufhalter", der Ordnung gegen Verfall verteidigen soll. So entsteht das Bild einer autoritären Endzeitpolitik zwischen politischer Theologie, Tech-Messianismus und rechter Ideologie.Alles lesen →
Replik
Die misslungene Quadratur des Kreises
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Eine Broschüre der Giordano-Bruno-Stiftung versucht, die Anerkennung transgeschlechtlicher Selbstbestimmung mit einem objektiven Geschlechtsbegriff zu verbinden, lässt dabei jedoch zentrale philosophische Debatten weitgehend unberücksichtigt. Besonders problematisch erscheint die Orientierung am "Phänotyp" als geschlechtsbestimmendem Kriterium, da sie stereotype Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit reproduziert und sowohl Transpersonen als auch andere geschlechtlich nonkonforme Menschen ausgrenzen kann.Alles lesen →
Der Schulterschluss der Reaktionäre
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Ein Tweet des islamistischen Aktivisten Ahmad Tamim an den Rechtsextremen Martin Sellner sorgt für Irritation und verweist auf mehr als nur eine Provokation. Dahinter steht eine strategische Debatte innerhalb der Neuen Rechten, die offen für Allianzen mit konservativen Muslimen und sogar Islamisten wirbt. Der Artikel zeigt, warum diese Annäherung ideologisch weniger widersprüchlich ist, als sie auf den ersten Blick erscheint.Alles lesen →
Rezension
Politischer Islam in Europa: die schrittweise Transformation offener Gesellschaften durch langfristige Einflussnahme
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Die Autoren verzichten bewusst auf alarmistische Zuspitzungen und legen stattdessen ein leises, aber strategisch angelegtes Muster offen. Im Zentrum steht dabei eine adaptive, legale und institutionell eingebettete Vorgehensweise, die auf Geduld, Mehrdeutigkeit und diskursive Anschlussfähigkeit setzt. Auf Basis umfangreicher Quellenarbeit zeichnen Heiko Heinisch, Nina Scholz und Gustav Gustenau nach, wie sich dieser Anspruch ideengeschichtlich entwickelt hat und warum gerade seine Unauffälligkeit demokratische Gesellschaften vor besondere Herausforderungen stellt.Alles lesen →
AfD will ländlichen Raum als Machtfaktor gewinnen
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Ein Mitglied des Bundestages der AfD skizziert in einem Strategiepapier, wie die Alternative für Deutschland gezielt den ländlichen Raum als Machtbasis ausbauen will. Statt großer politischer Auftritte setzt das Konzept auf niedrigschwellige Begegnungen, lokale Präsenz und den Aufbau eines "Kümmerer"-Images vor Ort. Der Ansatz wirft zugleich die Frage auf, warum andere Parteien und staatliche Akteure diese Räume so weitgehend sich selbst überlassen haben.Alles lesen →
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