Herr Bischof möchte Geschenke vom Staat
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Der Bischof Prof. Dr. Martin Hein von der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Alle sollen für den Kindergarten zahlen, aber nur evangelische Christen ihn nutzen dürfen.
Der Herr Bischof wünscht sich, dass Kirchenmitglieder künftig Vorrechte bei der Vergabe von Kita-Plätzen in evangelischen Kindergärten bekommen. Nun gut, das kann er gern tun: Sich was wünschen. Aber dann möchte der Herr Bischof oder aber seine Kirche den Kindergarten auch komplett allein finanzieren. Denn wer bestellt, muss auch zahlen.
Doch Bischof Hein zeigt sich gnädig und bietet auch etwas an: Auch wer aus seiner Kirche ausgetreten sei, darf weiterhin zum Beispiel Gottesdienste besuchen. Und muss nichts dafür zahlen. Das klingt wie beim Drogendealer: Der erste Schuss ist umsonst.
Der Herr Bischof beklagt, dass die Kirchenmitgliedschaft der Eltern bei der Vergabe von Kita-Plätzen in evangelischen Kindertageseinrichtungen keine Rolle spielt. Das würde er gern ändern. Wer der Kirche angehört, so Hein, solle bei der Vergabe von Betreuungsplätzen bevorzugt werden. Wie gesagt: Kann man so machen; aber nur, wenn die evangelische Kirche die Kosten für die Kita zu 100 Prozent übernimmt. Solange der Staat bezahlt, bestimmt er auch.
Alles Andere, Herr Bischof, nennt man nämlich Betrug. Doch gut, darin haben die Kirchen ja eine gewisse Erfahrung: Sich vom Staat finanzieren und sich dann selbst dafür feiern zu lassen, wie viel Gutes man doch tue. Insbesondere in der Arbeit mit Kindern …
Kommentare (5)
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So funktioniert das System
So funktioniert das System Kirchen in D und niemand möcht offenbar daran etwas ändet weil, systemrelevant als günstiger Arbeitgeber im karikativen Bereich; Ausbeutung und Diskriminierung von ANer inbegriffen!
Nach meiner ganz
Nach meiner ganz unwissenschaftlichen Einschätzung geht mindestens 90 % der erwachsenen Bevölkerung davon aus, dass kirchliche KiTas, Horte oder Krankenhäuser aus der "nur von Kirchenmitgliedern bezahlten" Kirchensteuer finanziert werden. Abgesehen davon, dass selbst dies mit der Tragung der Kirchensteuer nicht ganz so stimmt (da "Heidensteuer" und die Finanzierung der steuerrechtlichen Absetzung durch alle), ist dies vollkommener Schwachsinn, der m.E. bewusst durch die meisten Medien kolportiert wird.
Um dem entgegenzuwirken, reicht eine Buskampagne nicht aus, ist aber bestimmt ein guter Anfang.
War es nicht in den letzten 6
War es nicht in den letzten 6 Jahrtausenden immer so, dass der Staat für die Priester Geld ran schaffen sollte, die klerikalen Privilegien verteidigen sollte und die Menschen zum Glauben zu zwingen hatte?
In Sachen Zwang hat sich ein wenig in Europa verändert, aber ansonsten ist der Staat für die religiösen Führer Büttel, Melkkuh und "Abteilung fürs Grobe" wie eh und je.
das System fängt an zu
das System fängt an zu reagieren, sonst war es immer am agieren, klingt erstmal harmlos, aber das ist schon eine große Leistung, wenn herr Bischof etwas unruhig schläft und sich um andere Gedanken machen muss
Eine Familie, die mit Kirche
Eine Familie, die mit Kirche nichts am Hut hat (und diese befinden sich demnächst in der Mehrheit!), wird im Traum nicht auf die Idee kommen,ihr Kind in einen kirchenhörigen Kindergarten zu geben, um es dort kirchlich indoktrinieren zu lassen! - außer (und das ist der Punkt): wenn anderweitig kein Platz frei ist! Diesem Mißstand kann wohl nur durch mehr weltanschaulich unabhängige Kindergärten entgegengewirkt werden! eine wichtige Aufgabe des Staates, welcher allerdings mit den Kirchen auf's Engste verbunden ist, womit sich der Kreis wieder schließt und alles so bleibt, wie es ist!