Thomas Hummitzsch

Der Autor leitet das Pressereferat beim Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg. Er leitete von 2010 bis 2013 das humanistische Magazin "diesseits" und von 2013 bis 2015 den migrationspolitschen Newsletter "Migration & Bevölkerung". Als freier Autor schreibt er für verschiedene Magazine und Zeitungen wie Rolling Stone, Musik Express. MOVIES, NEON, Tagesspiegel, der Freitag, tip.Berlin. 

Artikel des Autoren

"Ich bin so atheistisch, ich habe keine Verbindung zu Gott"

Kat Menschik ist Deutschlands gefragteste Buchillustratorin. Ihre Arbeiten zieren die Titelblätter der Erzählungen des japanischen Autors Haruki Murakami, seit kurzem aber auch Klassiker der Weltliteratur, von William Shakespeare über E.T.A. Hoffmann bis hin zu Franz Kafka. In der ARD-Literatursendung "Druckfrisch" mit Dennis Scheck bekannte sie sich nun zu ihrem Atheismus.

Ausnahmen für religiöse Schüler und Schulen nicht hinnehmbar

In Großbritannien wird es künftig einen verpflichtenden Beziehungs- und Sexualkundeunterricht geben. Das Königshaus hat Ende April einem entsprechenden Gesetzentwurf zugestimmt. Während das Pflichtfach in den Grundschulen auf einen Beziehungsunterricht reduziert werden wird, wird den Schülern in den britischen Sekundarschulen auch Sexualkunde erteilt. Die britischen Humanisten warnen vor Ausnahmen für religiöse Schulen und Schüler.

Der Himmelswahn

Der französische Psychologe Fethi Benslama schlägt einen anderen Ton an, wenn es darum geht, den Ursachen des islamischen Fundamentalismus auf den Grund zu gehen. In seinem Buch "Der Übermuslim" legt er die individual-psychologischen Ursachen für die Radikalisierung junger Muslime offen und fordert eine Abkehr von den immer gleichen Vorurteilen.

"Das Wachstumspotenzial der säkularen Bewegung war nie größer"

100 Tage ist Donald Trump nun als Präsident im Amt, nicht wenige seiner Ankündigungen haben vor allem das linke und säkulare Amerika aufgeschreckt. Wir sprachen mit dem politischen Direktor und Cheflobbyisten der American Humanist Association Matthew Bulger über die religionspolitischen Pläne der amerikanischen Regierung, die zunehmende Politisierung der amerikanischen Gesellschaft und die Perspektiven von Humanisten und Atheisten in den USA. 

Das Erbe der Gotteskrieger

Jahrelang hielt Joseph Konys "Lord‘s Resistance Army" weite Teile Zentralafrikas in Atem. Teil der paramilitärischen Widerstandsbewegung waren zehntausende entführte Kinder, die unter Drogen gesetzt schwerste Verbrechen verübten. Der französische Schriftsteller Jonathan Littell hat für seinen erschütternden Debütfilm "Wrong Elements" ehemalige Mitglieder von Konys Truppen aufgesucht und ein Gesellschaftsporträt zwischen Versöhnung und Verdrängung gezeichnet.

Facebook-Erinnerungsseite

Selbsterklärter "Humanist" zu Tode geprügelt

In Pakistan haben Studenten einen Kommilitonen ermordet, weil er sich auf seinem Facebook-Kanal den Beinamen "The Humanist" gegeben hatte. Dies berichten zahlreiche Medien. Über zwanzig Männer seien mit Stöcken über ihn hergefallen, bevor er von einem Schuss getroffen wurde. Ob das 23-jährige Opfer tatsächlich eine humanistische oder atheistische Einstellung hatte, ist demnach unklar. In Pakistans Parlament wurde nach dem Vorfall die Forderung gestellt, Menschen, die andere fälschlicherweise der Blasphemie beschuldigen, genauso behandelt werden sollten wie Blasphemiker selbst. Auf Gotteslästerung droht in Pakistan die Todesstrafe.

"Frauen sind Menschen wie Männer"

Die nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie hat 2012 mit "We should all be feminists" einen fulminanten Aufruf für eine Gleichheit der Geschlechter verfasst. Mit einem Brief an ihre Freundin Ijeawele legt sie nun einen konzentrierten Leitfaden für eine feministische Erziehung vor.

Bestseller beschreibt Aufstieg und Wirken der Evangelikalen

Die USA erleben unter Donald Trump einen konservativen Rollback sondergleichen, der wenig verdeckt von christlichen Fundamentalisten vorangetrieben wird. Pulitzerpreisträgerin Frances FitzGerald legt mit "The Evangelicals" eine umfassende Geschichte der weißen evangelikalen Bewegung vor und hat damit eines der Bücher der Stunde verfasst. Die Kritiker in den USA sind begeistert.

"Wir brauchen einen Paradigmenwechsel"

Im zweiten Teil unseres Interviews mit dem Philosophen Julian Nida-Rümelin zu seinem neuen Buch "Über Migration denken" geht es um gefährliche Botschaften in der öffentlichen Debatte, um echte ethische Dilemmata im Umgang mit der weltweiten Wanderung sowie die doppelte Ungerechtigkeit, die mit dem Import von Billigwaren aus den Entwicklungsländern etabliert wird.