Bildung

Einer für alle

Der Bund für Geistesfreiheit (bfg) Bayern hatte bereits im Frühjahr 2022 eine Umfrage durch das größte deutsche Meinungsforschungsinstitut GfK in Auftrag gegeben. Dabei befürworteten auch 64 Prozent der Bayern einen gemeinsamen Ethikunterricht für alle Schüler. Der Vorsitzende des bfg Bayern, Frank Riegler, fordert die politisch Verantwortlichen dazu auf, dieses deutliche Ergebnis umzusetzen. "Einer für alle – Ethik" sollte demnach für die bayerischen Schulen gelten.

Regenbogenflagge unerwünscht

Es sollte die feierliche Einweihung des neuen Erzbischöflichen Bildungscampus Köln-Kalk werden, doch es endete in einem Eklat. Der umstrittene Kardinal Rainer Maria Woelki war geladen, die Schulleitung wollte nicht, dass er mit "gesellschaftlichen Kontroversen" konfrontiert wird und verbot das Zeigen der Regenbogenflagge. Sie sei ein "Kampfsymbol gegen das Erzbistum" und gegen die katholische Kirche. Dem Verbot zum Trotz trugen Eltern, Kinder und Lehrer:innen Regenbogen-Sticker, selbst die Canapés am Buffet waren mit Regenbogenfähnchen geschmückt.

Kein Kruzifix in der Schule

Schon wieder ein Kruzifix-Urteil. Und schon wieder aus Bayern. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat entschieden, dass ein im Eingangsbereich eines Gymnasiums hängendes Kruzifix dort nicht bleiben darf. Die Regierung aus CSU und Freien Wählern bringt das erwartungsgemäß auf die Palme.

Kindergarten (Symbolbild)

Die stille Krise der Erzieher-Qualität

Medial dominieren Auseinandersetzungen mit strukturellen Problemen in deutschen Kitas und deren Folgen für die erzieherische Qualität. Deutlich seltener werden jedoch Kompetenzdefizite der Erzieher selbst thematisiert. Ein genauerer Blick auf die erzieherische Arbeitsqualität offenbart weitreichende praktische und wissensbezogene Defizite der Erzieher, die nicht selten pseudopädagogische Ausmaße annehmen.

Eine Mauer des Schweigens

Fragt man bei den Bundesländern nach Zwischenfällen mit muslimischen Schülern stößt man auf eine Mauer des Schweigens. Nur drei Länder antworteten auf Anfragen des Humanistischen Pressedienstes.

Warum Schwurbler schwurbeln: Die Rolle der "Core Knowledge"

Wer schwurbelt, erzählt Unsinn. Damit könnte das Thema schon ad acta gelegt werden - es wäre so einfach. Allerdings schwurbeln dafür zu viele, als dass man es einfach ignorieren könnte. Ob Religion, Esoterik, Parapsychologie oder Verschwörungstheorien (die Liste ließe sich lange weiterführen), allesamt liefern sie genug Stoff für Pseudoerzählungen die nur darauf warten, auf die Welt losgelassen zu werden.

Plakat

Für eine Alternative zum Religionsunterricht an Hamburger Schulen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hamburg setzt sich für ein gleichberechtigtes Bildungsangebot in den Klassenstufen 1 bis 6 ein und fordert eine verpflichtende Alternative zum Religionsunterricht. Zu diesem Zweck hat die Gewerkschaft eine öffentliche Petition auf der Plattform "OpenPetition" gestartet. Bürger*innen können diese Forderung dort unterstützen.

Stipendiat*innen-Treffen 2025

"Wir werden die Förderung humanistischer Studierender nicht aufgeben!"

Aktuell fördert das Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) mehr als 20 Stipendiatinnen und Stipendiaten, ab Oktober werden es nur noch zehn sein. Grund dafür ist ein "doppelter Tiefschlag" vonseiten öffentlicher Stellen, wie der BvS-Vorstand erklärt. "Leider können wir im aktuellen Jahr keine neuen Stipendiat*innen aufnehmen. Doch selbstverständlich werden wir die Förderung humanistischer Studierender nicht aufgeben! Die nächste Ausschreibung zum 'Suttner-Stipendium' erfolgt im Mai 2026."