Missbrauch bei den Regensburger Domspatzen
Verlogen oder nur senil?
Foto: © Michael Vogl, wikimedia, (CC BY-SA 3.0)
BERLIN. Der ehemalige Domspatzen-Kapellmeister Georg Ratzinger ist der Bruder des ehemaligen Papstes Joseph Ratzinger. Er war verantwortlich, als bei den Regensburger Domspatzen geprügelt und auch auf andere Art und Weise missbraucht wurde. Jetzt will er davon nichts mehr wissen.
Dem Bayerischen Rundfunk sagte Ratzinger: “Diese Kampagne ist für mich ein Irrsinn. Es ist einfach Irrsinn, wie man über 40 Jahre hinweg überprüfen will, wie viele Ohrfeigen bei uns verteilt worden sind, so wie in anderen Einrichtungen auch”
Bei der von Ratzinger als “Kampagne” bezeichneten Aufarbeitung der Missbrauchsskandale stellte sich heraus, dass etwa jeder Dritte der rund 2.100 Mitglieder des Knabenchors zwischen 1953 und 1992 Missbrauchserfahrungen machen musste. Rechtsanwalt Ulrich Weber, der jüngst ein Zwischenergebnis seiner Recherchen zum bereits 2010 aufgedeckten Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen vorstellte, rechnet mit rund 700 von Missbrauchsbetroffenen.
CC-BY-SA 4.0)
Doch davon will Ratzinger nichts mehr wissen. “Für ihn sei das Thema abgeschlossen” heißt es. Er habe nichts davon gewußt und schon allein deshalb habe er keine Schuld: “Von sexuellen Missbräuchen habe ich überhaupt nichts gehört in meiner Zeit.” Der Journalist, dem Ratzinger das in die Feder diktierte, heißt Karl Birkenseer und gehört ganz zufällig auch dem Stiftungsrat der Domspatzen an.
Regensburg-digital stellt die Frage, ob Ratzinger einfach nur dreist lügt oder so senil ist, dass er wirklich nicht mehr wisse, was zu seiner Zeit geschah: “Mal behauptet der 91jährige, nichts gewusst zu haben, mal beruft er sich auf Erinnerungslücken, mal erklärt er sich für nicht zuständig und schließlich flüchtet er sich in die altbekannte Aussage, dass ‘Schläge, das heißt Ohrfeigen, (…) nicht nur bei den Domspatzen, sondern in allen Erziehungsbereichen wie auch in den Familien üblich’ gewesen seien.”
Doch woher hätte Herr Ratzinger denn auch wissen können, dass seit 1973 das Züchtigungsrecht für Lehrer aufgehoben war? Da die kirchlichen Lehren immer einige Jahrhunderte hinterher hinken – wie aktuell auch das jüngste Beispiel aus Spanien wieder zeigt – verließ sich Ratzinger darauf, dass frühestens im Jahre 2173 das Züchtigungsverbot auch für die Domspatzen gelten wird.
Er irrte sich.
Kommentare (10)
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Inzwischen soll sich Herr
Inzwischen soll sich Herr Ratzinger doch für eine Aufklärung der Missbrauchsfälle einsetzen...: http://religion.orf.at/stories/2752176/
Das Empörende an der Gewalt
Das Empörende an der Gewalt gegen Kinder ist, wie kann man überhaupt Kindern so sehr zusetzen und warum gerade auch noch Kindern die so schön singen und zudem das Hallelujah für den Herrn persönlich schmettern??! Das lässt sich nur aus der _Not_ des Kirchenpersonals heraus erklären, dass sie allem gegenüber übergriffig werden dessen sie gerade so mal eben habhaft werden können. Ganz unabhängig davon wie verdient sich jemand um das Christentum macht. Die eigenen Leute werden nicht geschont, im Gegenteil!
Es gibt für mich keine
Es gibt für mich keine Illusionen mehr: Dem "konservativen" Establishment der Kirchen ist es eigentlich scheißegal, wie es den von ihm beschädigten oder zerstörten Menschen geht.
Lediglich ist es den Klerikalisten unangenehm, wenn über ihre uralte unverzeihliche Schuld jetzt endlich schonungslos in der Öffentlichkeit gesprochen wird. Wo sie´s nicht mehr abstreiten oder bagatellisieren können, reden sie menschlichkeitstümelnd daher, jedoch nur, um den Schaden an diesem ihrem Klerikalsystem nicht weiter anwachsen zu lassen.
Es ist ein strukturelles Problem.
In ihrer psychiatrisch relevanten Welt schaden sie einem Kind ja gar nicht, wenn sie es "aus Liebe zu Gott" mißhandeln oder mißbrauchen.
s. http://www.amazon.de/Kleriker-Psychogramm-eines-Ideals-Drewermann/dp/3530700169
Endlich wird dieses, nicht
Endlich wird dieses, nicht nur in Kirchenchören, sondern auch in nicht-religiös geprägten Kinder-und Jugendchören verbreitete Thema der "Gewalt gegen Schutzbefohlene" (u.a. auch sexuelle Übergriffe) aufgegriffen und hoffentlich ebenso konsequent aufgearbeitet wie die Geschehnisse an der Odenwaldschule u.ä. Ich fühle mich bei diesem Skandal erinnert an die Affäre um Erich Bender, der in Hamburg nach dem 2. Weltkrieg den NDR-Kinderchor aufgebaut hat. Trotz vielfacher Anzeigen mehrerer Mütter der Mädchen seines Mädchenchores wegen sexueller Nötigung u.ä.m. hat er solche Vorkommnisse stets bestritten und diese als normale Phantasien pubertierender Mädchen abgetan. Der Fall wurde m.E. 1968 vom SPIEGEL aufgegriffen. Danach beendete Erich Bender seine Chorarbeit in Hamburg. Die öffentliche Empörung hielt sich damals in Grenzen.
Guten Tag,
Guten Tag,
selbst der aktuelle Papst Franziskus hält würdevolles Schlagen von Kindern
für richtig!!!!!!!
http://www.rp-online.de/panorama/ausland/papst-franziskus-wuerdevolles-schlagen-von-kindern-ist-in-ordnung-aid-1.4853746
Christen prügeln ihre Kinder, weil sie sich für die Ebenbilder ihres
fürchterlichen Gottes halten.
Die einschlägigen Handlungsanweisungen der Bibel bei
Fehlverhalten von Söhnen kann man hier nachlesen:
http://www.reimbibel.de/1.htm
Wirkliche Christen sind immer Prügelchristen!
Der Mißbrauch von Kindern ist in der Tat ein hohes christliches Gut /Wert,
welcher auch in der katholischen Kirche ausgiebig gepflegt wurde
und gepflegt wird.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Christen ihre Kinder lieben!
Christen taufen auch ihre Kinder und entmündigen sie damit
lebenslang!
Papst Johannes Paul II. beschützte 25 Jahre lang
den Priester und Sexualverbrecher Marcial Maciel Degollado
(Gründer der Legionäre Christi und großer Spendensammler)
Siehe dazu: http://www.reimbibel.de/Johannes-Paul-Marcial-Maciel-Degollado.htm
oder hier:
http://www.reimbibel.de/ratz.htm
Es ist an der Zeit, dass aus Menschenrechtsgründen alle Kirchen
verschwinden sollten.
Viele Grüße
Arno Gebauer
Letzten Endes geht es um die
Letzten Endes geht es um die Überwindung der Religion(en).
Wir sollten die Kirche nicht im Dorf lassen.
Früher wurden die Buben mit
Früher wurden die Buben mit schönen Stimmen kastriert, so dass sie in der Sixtinischen Kapelle sängen wie die Engelein. Insofern ist es doch ein Fortschritt, dass sie bei den Regensburger Domspatzen nur geschlagen und sexuell missbraucht worden sind. Danke, die Herren Ratzinger.
Eine Unverschähmtheit ist das
Eine Unverschähmtheit ist das in meinen Augen , wenn das Bistum in Regensburg eben 6 Jahre dazu braucht, seine eigene Vergangenheit eben scheibchenweise aufzuarbeiten. Der jetzige Generalvikar Fuchs muss heute Charakter zeigen und von seinem Posten zurücktreten!
www.regensburg-digital.de
Als sogenannter Ehemaliger,
Als sogenannter Ehemaliger, also einer, der in diesem Drecksladen Kindheit und Jugend verlor, kann ich nur sagen: Absolut verlogen!!! Choleriker, Sadisten, Psychopathen und was es sonst noch so an Irren gibt, verteilt auf Schule, Chor und Internat. Psychoterror rund um die Uhr. Drohungen, Angst, Gewalt, Ungerechtigkeit, Demütigungen, Kollektivstrafen, sogar das Essen war beschissen. Wenigstens missbraucht hat mich keiner, andere hatten offenbar weniger Glück. Jeder Ehemalige weiß das, es will sich nur nicht jeder eingestehen und redet sich die Zeit im nachhinein schön. Und die Verantwortlichen lügen. Was bisher in die Öffentlichkeit gelangte, ist nur ein Bruchteil der Verbrechen!
Wenn der Rechtsanwalt Weber
Wenn der Rechtsanwalt Weber aus Regensburg von einer hohen Dunkelziffer ausgeht, dann würde ich einmal hochschätzen , dass alleine in Etterzhausen der ehemaligen eigenständigen Grundschule der Regensburger Domspatzen, auch ein jeder zweite Junge dort auch ausführlich geschlagen und malträtiert wurde.
Und alles für den Herrn!
Auch bin ich dafür, dass man dem damaligen Direx Meyer auch den Monsignoretitel einfach aberkannt. Typen die _Kinder quälen , die brauchen auch keinen Monsignoretitel.
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http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/domspatzen-das-muss-aufgeklaert-werden-21179-art1329032.html
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Das Weihnachtswunder von Regensburg
Domspatzen bringen etwas Licht ins Dunkel des Doms
http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/das-weihnachtswunder-von-regensburg-domspatzen-bringen-etwas-licht-ins-dunkel-des-doms
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