Todesurteile in China und den USA

In den USA soll ein geistig verwirrter Mann hingerichtet werden. China stoppt die Organentnahme von Hingerichteten.

Der Texaner Scott Panetti hat nachweislich seine Schwiegereltern umgebracht. Allerdings ist der schwer verwirrte Mann eigentlich nicht strafmündig; hat er doch bei seiner Verteidigung "Jesus Christus, John F. Kennedy, Schauspieler und Schauspielerinnen und Tote als Zeugen" vorladen wollen. Trotzdem soll er heute im Staatsgefängnis von Texas die Giftspritze bekommen.

In China sollen ab dem 1. Januar 2015 den Hinrichtungsopfern keine Organe mehr entnommen werden. Damit will China ein von dem mutigen Arzt und Gesundheitsminister Huang Jiefu vor zehn Jahren erstmals gegebenes humanitäres Versprechen einlösen. Danach dürfen Organe für Transplantationen nur noch von Bürgern kommen, die sich freiwillig vor ihrem Tod bereit erklärt haben, ihre Organe zu spenden.

Kommentare (1)

Julian Estragon (nicht überprüft)

Mi. 10 Dez 2014 - 19:54

Ist nicht das erste mal, dass die USA einen Menschen hinrichten, an dessen Schuldfähigkeit größte Zweifel bestehen. Vor zwei Jahren wurde Marvin Wilson, der mit einem IQ von 61 fast zehn Punkte unter der Grenze zur geistigen Behinderung lag, in Texas abgespritzt.

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