Gesellschaft

Das neue Buch von Volker Weiß zur Neuen Rechten

Nicht der Islam, die Moderne ist der Feind

Der Historiker Volker Weiß legt mit "Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes" eine Darstellung zur Entwicklung der intellektuellen "Rechten" vor. Einerseits beeindruckt sein Fachwissen durch die jahrlange Beschäftigung mit dem Thema, andererseits wirkt die Beschreibung und Einschätzung doch sehr journalistisch und hätte den Forschungsstand noch genauer aufarbeiten können.

Tanzen verboten

Deutschlandweite Proteste gegen religiöse Bevormundung

Der Karfreitag und das Tanzverbot

Am Karfreitag ist fast alles verboten, was Spaß macht, weil Christen an diesem Tag um Jesus trauern. Das Verbot gilt auch für Nicht-Christen. Genau daran nehmen Nicht-Religiöse in Deutschland immer stärker Anstoß und begehren am Karfreitag mit kreativen Protesten gegen die religiöse Bevormundung der Feiertagsgesetzgebung auf.

Prof. Dr. Fabian Wittreck

Jurist rechnet mit rechtlichen Anpassungen an wachsende religiöse Vielfalt

"Immer mehr Ausnahmen zum Tanzverbot an Karfreitag zu erwarten"

Das Tanzverbot an Karfreitag wird nach Einschätzung von Rechtswissenschaftlern künftig immer häufiger durch Ausnahmeregeln durchbrochen. "Je mehr die religiöse Vielfalt in der Gesellschaft wächst, umso stärker wird das Bedürfnis nach Ausnahmegenehmigungen – genauso steigt die Bereitschaft, sie zu erteilen", sagt der Jurist Prof. Dr. Fabian Wittreck vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Uni Münster.

Sendezentrum 1 des ZDFs in Mainz

ZDF-Spendenaufruf

Wie man aus Versehen an die Diakonie spenden kann

Der Erhalt einer Spendenquittung vom evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung machten einen Spender stutzig. Hatte er doch über das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) eine Geldspende an das Aktionsbündnis "Deutschland hilft" zur Unterstützung des Wiederaufbaus und Unterstützungsmaßnahmen für die Betroffenen nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti gesandt.

Folgen neoliberaler Deregulierung

Fachtagung zu wachsender Ungleichheit und Kapitalkriminalität

Über den Zusammenhang von wachsender Ungleichheit und Kapitalkriminalität wurde auf der diesjährigen Fachtagung von Business Crime Control (BCC) in Frankfurt am Main diskutiert. Drei kompetente Referenten beleuchteten verschiedene Aspekte des Themas. Dr. Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) stellte empirisch exakte Daten zum Auseinanderdriften sowohl von Einkommen wie auch von Vermögen in der Bundesrepublik vor.

Rezension

Julian Nida-Rümelin zur Ethik der Migration

Der Philosoph Julian Nida-Rümelin legt mit "Über Grenzen denken. Eine Ethik der Migration" einen Essay zur aktuellen Flüchtlingsentwicklung vor. Seine differenzierte Auffassung (auch zur "Legitimation von Grenzen") liegt quer zu den Polen der Debatte und ist von daher um so wichtiger für die Kontroverse, welcher es häufig genug an Tiefgründigkeit mangelt.

Kommentar

Konzept zur Prävention und Deradikalisierung im Strafvollzug vorgestellt

Bereits am 21. Februar stellte der nordrhein-westfälische Justizminister Thomas Kutschaty in der JVA Remscheid ein bundesweit "einmaliges Konzept" vor, wie er berichtete. Mit einem Drei-Säulen-Konzept will die Justiz in NRW in Zukunft gegen religiös und politisch-motivierte Kriminalität vorgehen und dabei auch in den Haftanstalten bessere Maßnahmen in die Wege leiten, die der Radikalisierung vorbeugen. Inwiefern das nur ein hilfloser Versuch des Justizministeriums ist, das Versagen eines Ergreifens des mutmaßlichen Berliner Weihnachtsmarktattentäters, der sich zwischenzeitlich in NRW aufhielt, in Zukunft zu verhindern, bleibt Spekulation.

Deutsches Kinderhilfswerk: Kinderrechte fristen in Deutschland noch immer ein Schattendasein

"Kinderrechte sind kein Gedöns"

Das Deutsche Kinderhilfswerk stellt Staat und Zivilgesellschaft in Sachen Kinderrechte auch 25 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland ein schlechtes Zeugnis aus. "Die Kinderrechte fristen in Deutschland trotz einiger Fortschritte auch nach 25 Jahren immer noch ein Schattendasein. In der Gesamtschau müssen wir feststellen, dass die deutsche Gesellschaft Kinderinteressen anhaltend ausblendet und verdrängt."