Internationales

Dinosaurier und Menschen

Kreationist klagt auf 500 Millionen vom Staat

Gott ist groß. So irre groß. Wer an ihn glaubt, ganz doll fest glaubt, dem erscheint alles möglich. Nehmen wir etwa den US-Amerikaner Kent Hovind, unseren Gottisten der Woche. Sein Glaube war fest genug, dass er die Vereinigten Staaten auf stolze 500 Millionen Dollar Schadensersatz verklagt hat. Was haben die Vereinigten Staaten ihm getan?

Das Weiße Haus in Washington

Biden-Regierung im Dialog mit "American Atheists"

Aufbruchstimmung bei den American Atheists: Nach einem Treffen mit der US-Religionsbeauftragten Melissa Rogers im Weißen Haus zieht der Präsident der Organisation, Nick Fish, ein optimistisches Fazit. Er nannte es "beruhigend", dass die Biden-Regierung ihre Verpflichtungen gegenüber atheistischen, humanistischen und anderen religionsfreien AmerikanerInnen ernst nähme.

Katholische Kirche blockiert Untersuchung von Todesfällen in Internaten

Ende Mai waren bei einer Untersuchung durch Tk’emlúps te Secwépemc in einem von der katholischen Kirche geführten Internat für Indigene die Überreste von 215 Kindern gefunden worden. Die Regierung unter Premierminister Justin Trudeau geht von zahlreichen weiteren Fällen dieser Art aus. Die katholische Kirche zeigt sich unkooperativ bezüglich der Übergabe von Unterlagen zur Identifizierung der Kinder. Der Papst erklärt seine Trauer, verweigert aber eine Entschuldigung.

Klemmbausteine

USA: Divers-Lego versetzt Millionen Mütter in Furcht

Seit es Legofiguren gibt, sind sie eine Aufforderung an Kinder, mit Identitäten zu spielen. Geschlechtskonzepte aufzulösen. Körperkonzepte durcheinanderzuwirbeln. Der Kopf mit dem Stoppelbart landet auf einer Feenfigur, ein Oberkörper geht unten als Mauerstein weiter, aus dem nächsten Kopf wächst ein Blumenstrauch etc.

Gedenken an die ermordeten Redakteure

Keine Mohammed-Bilder mehr im Unterricht

In Großbritannien besprach ein Lehrer im Rahmen des Religionsunterrichts das Thema Blasphemie mit Hilfe der Mohammed-Karikaturen der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo. Nach Eltern-Protesten ließ die Schule den Lehrer vorläufig suspendieren und den Sachverhalt extern prüfen. In Zukunft sollen an der Schule keine Abbildungen des Propheten Mohammed mehr verwendet werden. Die Suspendierung des Lehrers wurde vor wenigen Tagen aufgehoben, jedoch mussten er und seine Familie aufgrund von Drohungen inzwischen untertauchen.

Polnische SchülerInnen wählen "Reli" ab

Die katholische Kirche in Polen ist LGBT-feindlich und unterstützt das weitgehende Abtreibungsverbot. Kein Wunder, dass ihr die Schäfchen scharenweise davonlaufen. Nicht nur die Kirchenaustritte häufen sich, auch die junge Generation kehrt dem Kreuz den Rücken. In der Stadt Krakau hat sich laut einer aktuellen Befragung fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen vom katholischen Katechismus-Unterricht abgemeldet, Tendenz steigend.

Die US-Evangelikalen sind Impfmuffel

Während Fachleute die Covid-19-Impfung als wirksamstes Mittel zur Eindämmung der Pandemie feiern und frisch Geimpfte Fotos vom Termin in den sozialen Medien teilen, erweisen sich Amerikas Evangelikale häufig als Impfmuffel. Laut einer Befragung im Februar sind sie die weltanschauliche Gruppe mit der geringsten Impfbreitschaft. Die größte Zustimmung zur Covid-Impfung zeigte sich unter Atheisten und Agnostikern.

Überleben in einer frauenfeindlichen Gesellschaft

"Der Hijab steht für Empowerment und Befreiung – als Symbol des Feminismus." Mit diesem Slogan wird der Schleier (Hijab) in der westlichen Welt als Ausdruck von Frauenrechten und in Kampagnen gefeiert, beispielsweise beim sogenannten "World Hijab Day". Diese Aussage, die ich zum ersten Mal gehört habe, als ich nach Europa kam, unterscheidet sich radikal von der Propaganda, die dort gefördert wird, wo ich aufgewachsen bin – im Irak. Die Macht wird dort nur den Männern zugeschrieben, während Frauen gehorsam sein müssen.

England und Wales: Wird Sterbehilfe bald legalisiert?

Wer in England und Wales selbstbestimmt sterben möchte, muss aktuell noch in die Schweiz reisen. Doch das könnte sich in absehbarer Zeit ändern. Die meisten Menschen im Vereinigten Königreich begrüßen die Erlaubnis begleiteten Sterbens für unheilbar kranke und leidende Personen. Dies spiegelt sich auch in der Politik wieder. Am Mittwoch stellte Baroness Molly Meacher einen Gesetzesentwurf zur Sterbehilfe im House of Lords vor.