Kunst und Kultur

Journalisten warten am Roten Teppich der Berlinale.

"… weil es so viele Idioten auf der Welt gibt"

Nach zehn intensiven Tagen der Internationalen Filmfestspiele Berlin füllte am vergangenen Samstag die Abschlusszeremonie des Festivals den Berlinale Palast. Mit der immer energiegeladenen Anke Engelke als Gastgeberin war der Abend außergewöhnlich emotional und das nicht nur, weil es die letzte Berlinale des Festivaldirektors Dieter Kosslick war. 

Screenshot aus dem Trailer zum Film

Die unredlichen Argumente des Films "Gott ist nicht tot 2"

Pure Flix, die christliche Produktionsfirma, die hinter "Gott ist nicht tot"(2014) steckte, scheint mit dem kaum unterbietbaren Niveau jenes Propagandafilms absolut zufrieden gewesen zu sein und legte im Zwei-Jahres-Takt Fortsetzungen nach, die sich zwar ebenfalls für lustige Abende mit säkularen Freunden eignen, darüber hinausgehenden cineastischen Ansprüchen oder der Hoffnung, neue Impulse für irgendeine Debatte zu entdecken, aber abverlangen, auch die andere Wange hinzuhalten.

Das Private ist politisch

Vom 7. bis 17. Februar verwandeln die 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin die deutsche Hauptstadt in ein stadtweites Filmfest. In den zehn Festivaltagen werden rund 400 Filme aus der ganzen Welt, darunter 196 Weltpremieren, in den Kinos am historischen Potsdamer Platz und in anderen Stadtteilen gezeigt.

Darf man über Religion lachen?

Seit dem 7. Januar 2019 läuft die inzwischen siebte Ausschreibung zum Kunstpreis Der Freche Mario. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis zeichnet Kunstwerke aus, die sich mit Glauben und Religion auseinandersetzen. 

Eine Zeitreise, die es in sich hat

"Wie ich Jesus Star Wars zeigte" – der schräge Titel von Joachim Sohns Roman ist keinesfalls metaphorisch zu verstehen, sondern beschreibt ziemlich genau, was sich zwischen den Buchdeckeln abspielt. Den Leser erwartet eine einfallsreiche Satire über den Ursprung und die Wirkmächtigkeit von Religionen.

Gedenken an die ermordeten Redakteure

Wie weit darf Satire gehen?

Zum Jahrestag des Attentats auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo fanden am 7. Januar auf Initiative des Bundes für Geistesfreiheit München zwei Gedenkveranstaltungen im oberbayerischen Eichstätt statt. Am frühen Abend wurde die Ausstellung "Der Freche Mario" in der ehemaligen Johanniskirche eröffnet. Im Anschluss folgte ein Kabarettabend mit Piero Masztalerz und HG Butzko.

Kunstaktion von Wolfram Kastner

Aktionskünstler Wolfram Kastner muss Schadensersatz zahlen

Der Münchner Aktionskünstler Wolfram Kastner wurde letzte Woche zur Zahlung von 4.088,34 Euro verurteilt. Das entspricht den Kosten, die bei Reinigung und Reparatur des Jodl-Grabes entstanden. Das Landgericht München I fällte ein Endurteil, gegen das keine Revision mehr eingelegt werden kann. Kastner will aber noch nicht aufgeben, sondern Verfassungsbeschwerde einreichen.

Fünf Frauen, fünf Religionen, fünf Wege zur Freiheit

Female Pleasure ist ein schweizer Dokumentarfilm, der fünf Frauen zu Wort kommen lässt, die sich für ein Ende der Unterdrückung weiblicher Sexualität einsetzen. Dabei werden ihre fünf ganz unterschiedlichen Kulturkreise beleuchtet, die eines eint: Frauen und ihre Sexualität werden möglichst klein gehalten. Sie gelten als Verführerinnen zur Sünde und müssen alles daran setzen, Männer nicht zu reizen. Selbst wenn das bedeutet, dass ihnen als jungen Mädchen Geschlechtsorgane abgeschnitten werden.

Titelseite des Kalenders 2019

Zwischen Schloss Neuschwanstein und Erdölmuseum

Seit dem 5. November ist er erhältlich – der Protestonaut-Kalender 2019. In der fünften Ausgabe des außergewöhnlichen Fotokalenders mit dem Astronauten stehen wieder verschiedene gesellschaftspolitische Themen im Fokus, dieses Mal unter anderem Insektensterben, Klimakrise, Luftverschmutzung und Lebensmittelverschwendung. Die Motive der Fotografin Sophia Hauk werden durch Texte und Zahlen aus Studien, Fachliteratur und Medien ergänzt.