Kunst und Kultur

Wildpferd

Führer zu Eiszeitkunst und Höhlen der Schwäbischen Alb

Die Anfänge der figurativen Kunst

Gerade wurden sie zum Weltkulturerbe erklärt: Das "Geißenklösterle", der "Vogelherd", das "Fohlenhaus". Rund ein Dutzend Höhlen der Schwäbischen Alb, in einigen unter ihnen wurden die ältesten figurativen Kunstwerke der Menschheit gefunden. Um 40.000 Jahre sind die alt. "Welt-Kult-Ur-Sprung" ist ein Führer zum Thema. Sämtliche Kunstwerke sind darin abgebildet, bis hin zu dem neuerdings geborgenen Fischchen aus Mammutknochen.

Vincent Wolfsteiner, Antonio Yang, Inga-Britt Andersson

"Der fliegende Holländer" bei den Opernfestspielen

Schauerromantik in Heidenheim an der Brenz

Geplant war die Premiere "Der fliegende Holländer" im Rittersaal auf Schloss Hellenstein. Doch ein Gewitter machte den Plan zunichte und verdonnerte die Show ins Congress Centrum nebenan. Trotz wohliger Überdachung schauerte es auf der Bühne dennoch gewaltig. Die Opernfestspiele Heidenheim haben sich in der Ära Marcus Bosch (Festspielleitung seit 2010) zu einem Event nationalen Ranges gemausert.

Dodo im Oxford museum of natural history

Lyrik im Anthropozän – eine Anthologie

"An den letzten Dodo"

Die Natur besangen die Dichter erst, als sie durch die industrielle Revolution zu schwinden begann. Naturlyrik kam mit der Dampfmaschine auf, die Öko-Lyrik mit den Atomkraftwerken. Lyrik im Wissen, dass wir im Anthropozän leben, setzt sich von jenen Vorgängern durch das Fehlen von Pathos ab, durch das genaue Hinsehen. Das zeigt die Anthologie "All dies hier, Majestät, ist deins: Lyrik im Anthropozän", herausgegeben von Anja Bayer und Daniel Seel.

Aleksandra Domanovičs Computer-Druck-Skulpturen in der Bundeskunsthalle

Kunstkälber

Einst Opfertier, heute agrarindustrielles Massenprodukt. Das Rindvieh hat in der Geschichte der Menschheit viele Rollen gespielt. Auf die verweist in multiplen Variationen die "Kalbsträgerin" der jungen serbischen Künstlerin Aleksandra Domanovič, geboren 1981 in Novi Sad, deren Ausstellung jetzt in der Bundeskunsthalle zu sehen ist.

Zehn Sachbücher für den Sommer

Vom guten und gerechten Leben

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Die einen zieht es an den Strand, die anderen in die Berge und wieder andere sind auf Städtetour. Doch welche Lektüren lohnen sich neben dem Reiseführer im Gepäck? Für Fans von Philosophie und Fakten folgen hier zehn Sachbücher, die mit interessanten Ansätzen, neuen Perspektiven und strittige Deutungen zum Nachdenken anregen und Erkenntnisgewinn bieten.

20. Jubiläum

Harry Potter und seine religiösen Feinde

Viele Kinder und Jugendliche fanden ihren ersten Zugang zur Literatur über die Harry-Potter-Reihe, die gestern ihr 20. Jubiläum feierte. Doch die weltweit beliebte Geschichte von der magischen Welt hat nicht nur Fans. Insbesondere von christlich-fundamentalistischer Seite wurde die Potter-Lektüre regelmäßig angefeindet. 

Wilhelm Lehmanns Tagebuch – ein poetischer Steinbruch

Schreiben im Gegenwind

"Die Phantasie ist der Natur gewachsen, das heißt auch: Sprache ist der Natur gewachsen. Das ist die Grundüberzeugung des Dichters." Dichten bedeutet, die Phantasie der Natur zu entziffern. Genau das tut Wilhelm Lehmann in seinen neu herausgegebenen Tagebüchern. Da schimmert die Novembersonne im Morgendunst wie das rotgelbe Dotter des Wendehalses durch die dünne Schale. "Um zu wirken, wird die Wirklichkeit surrealistisch."

Screenshot aus dem Trailer zum Film.

Film über das Leben von Julian Assange feiert Premiere

Premiere von "Hacking Justice"

Der Dokumentarfilm mit bisher unveröffentlichten Bildern über das Leben des Gründers der Internetplattform WikiLeaks, Julian Assange, der seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzt, wird am 21. Juni 2017 um 19:30 Uhr im Kino Babylon in Berlin und damit in Deutschland erstmals gezeigt.

Bürgerrechtsdrama "Loving" startet in den Kinos

Wenn Liebe stärker als Hass ist

Vor fast exakt 50 Jahren fällte der Oberste Gerichtshof in den USA ein bahnbrechendes Urteil, als er ein Gesetz aufhob, das Ehen zwischen weißen und nichtweißen Menschen verbot. Der Fall "Loving vs. Virginia" machte Geschichte. Der amerikanische Regisseur Jeff Nicholls rekonstruiert ihn in seinem sehenswerten Drama "Loving". Ein stiller und empathischer Film, gedreht und gespielt mit bebender Wut.