Religionen

Kölner Katholiken mucken auf

"Die Geduld ist aufgebraucht", so fasst es der Kölner Katholikenausschuss zusammen. Die Vertretung katholischen Laien in der Domstadt beobachtete über Jahre hinweg, wie das Erzbistum die Aufarbeitung zahlloser Missbrauchsfälle an Minderjährigen durch Kirchenleute verschleppte. Nun sorgt ein weiterer Fall für einen Eklat: Ein Priester wurde auf eine höhere Stelle befördert, obwohl er sexuelles Fehlverhalten zugegeben hatte. Und: Generalvikar Markus Hofmann verteidigte diese bizarre Personalentscheidung mit einer nicht weniger grotesken Rechtfertigung.

Die Corona-Pandemie, Sekten und Freikirchen

Die Coronapandemie ist für religiöse, spirituelle und esoterische Gemeinschaften eine große Herausforderung. Viele wurden auf dem falschen Fuß erwischt, denn sie mussten rasch auf das globale Ereignis reagieren; organisatorisch, seelsorgerisch und religiös. Denn nun sollten sie rasch beweisen, was ihre Heilskonzepte taugen.

Das Kruzifix muss weg

Das Kruzifix, also das Kreuz, an dem Jesus hängt, ist eines der bekanntesten religiösen Symbole. Man findet es praktisch in allen katholischen Kirchen. Kruzifixe stehen oft auch an Pilgerwegen oder auf Berggipfeln. Sie sollen zur stillen Einkehr ermuntern. Auch bei manchen Prozessionen wird das Kruzifix als urchristliches Symbol um die Kirche getragen. Vor allem an Karfreitag. Es gibt aber auch Schulen und Spitäler, in denen der gekreuzigte Heiland die Wände ziert und an das Leiden von Jesus erinnern soll. Eher speziell ist, dass zumindest früher viele Katholiken ein Kruzifix über das Ehebett hängten. Die Überwachung durch den Sohn Gottes war quasi umfassend und hautnah.

Spaghettimonster schlägt Jesus

Seit Jahren schrumpfen im deutschsprachigen Raum die Mitgliederzahlen der christlichen Großkirchen. Wie massiv das Desinteresse am Christentum inzwischen ist, lässt sich auch an einem kuriosen Fakt ablesen: Bei der deutschsprachigen Internet-Enzyklopädie Wikipedia haben in den vergangenen Jahren mehr Menschen nach dem Fliegenden Spaghettimonster gesucht als nach Jesus Christus.

Die Kirche und das liebe Geld

Kirchensteuereinnahmen sinken weniger stark als erwartet

Fast 800 Millionen Euro weniger nehmen die evangelische und katholische Kirche dieses Jahr ein, so das Ergebnis eines Berichts des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Kirchen kämen damit vergleichsweise gut weg, bisher wurde ein Minus von mehr als einer Milliarde Euro erwartet. Doch auch das IW warnt vor den langfristigen Finanzierungslücken.

Studie:

Suchen evangelikale Männer häufiger nach Potenzmitteln?

Kann Religion ausschließlich Privatsache bleiben? In welchem Maße Überzeugungen mit religiösen Wurzeln über die Gruppe der gläubigen Individuen hinaus Werte und Ideale einer ganzen Gesellschaft beeinflussen, haben nun zwei amerikanische Sozialwissenschaftler untersucht. Ihr Forschungsgegenstand – der Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Google-Suchen nach Potenzmitteln und dem Anteil von Evangelikalen an der Bevölkerung eines US-Staates – mag skurril anmuten. Die Ergebnisse legen jedoch umfangreiche Schlussfolgerungen nahe.