Beschneidungsdebatte

Sybille Mattfeldt-Kloth

Beschneidung auf dem Juristentag in Hannover

HANNOVER. (hpd) Rund 2.500 Juristinnen und Juristen aus unterschiedlichen Berufen folgten der Einladung des diesjährigen Juristentages nach Hannover. Ein kleiner Teil hiervon (100 bis 200 Personen) nahm an den Beratungen zu Strafrecht teil. Dort ging es auch um Blasphemie, Zwangsheiraten, Knabenbeschneidung und die islamische Paralleljustiz.

Beschneidungskampagne - vor dem Bundeskanzleramt

Keine Genitalverstümmlung

Jungen und Mädchen haben ein Recht auf körperliche Unversehrtheit!

KÖLN. (hpd/bvkj) Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte ist empört über den Vorstoß der Berliner Rechtswissenschaftlerin Tatjana Hörnle, die die Legalisierung der Klitorisvorhautbeschneidung und anderer Formen der Genitalverstümmelung rechtfertigt. Hörnle wird ihre These auf dem 70. Deutschen Juristentag (16. bis 19. September 2014 in Hannover) vertreten.

Stefan Schritt, Foto: © Evelin Frerk

"Ein Gummiband gegen AIDS"

LANGWEDEL. (hpd). In den letzten Tagen ging wieder einmal die Meldung durch die Medien, dass eine Beschneidung vor AIDS schützt. Das jedoch ist lebensgefährlicher Unsinn, wie Stefan Schritt nachweist. Er widerlegt die schlechte Recherche einer Autorin, die über den "Nutzen" der Beschneidung in Uganda schrieb.

Traditionelles jüdisches Beschneidungswerkzeug (im Jewish Museum (New York City)), 19. Jahrhundert (CC BY-SA 2.0)

Israel

Erfolg gegen "Beschneidungsanordnung"

BERLIN. (hpd) Im Herbst 2013 verurteilte ein Rabbinergericht in Israel auf Antrag des geschiedenen Ehemannes die Mutter Elinor D., den gemeinsamen einjährigen Sohn beschneiden zu lassen; die Mutter sollte mit der Verhängung eines Zwangsgeldes von umgerechnet 140 US-Dollar pro Tag zur Durchführung der Beschneidung gezwungen werden. Elinor D. weigerte sich und erhielt mittlerweile vor dem von ihr angerufenen höchsten Gericht Israels (High Court of Justice) Recht.

Plakat der Kinderrechts-Kampagne, © Giordano Bruno Stiftung

Das Beschneidungs-Symposium

KÖLN/BERLIN. (hpd) Anfang Mai 2014 veranstalteten “MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene” sowie “pro familia NRW” ein Wissenschaftliches Symposium mit dem Titel “Genitale Autonomie: Körperliche Unversehrtheit, Religionsfreiheit und sexuelle Selbstbestimmung – von der Theorie zur Praxis”. Jetzt sind die Videos der Konferenz erschienen.