Hinduismus

Parade der hindu-nationalistischen RSS

Kurz vor 19:33 Uhr: Braut sich in Indien ein faschistischer Genozid zusammen?

Indien steht kurz vor der gewaltsamen Eruption eines religiösen Konflikts. Gegenüber stehen sich Jahrzehnte der Säkularisierung und ökonomischen Entfaltung, die das Kastensystem herausgefordert haben, und die radikale politische Ideologie "Hindutva", die sich rapide steigenden Zuspruchs erfreut. Der hpd hat hierüber mit Susanna McIntyre, CEO von Atheist Republic, gesprochen.

Indien: Verbot von Safran-Schals und Hijabs in Schulen

Anfang Februar dieses Jahres hatte die Regierung des südindischen Bundesstaates Karnataka ein Verbot des Tragens von Schal und Stola in der Farbe Safran, Hijab, von religiösen Fahnen und Ähnlichem in Schulen erlassen.  Nach Protesten und Klagen hat der Oberste Gerichtshof Karnatakas nun erklärt, dass das Tragen eines Hijabs kein essenzieller Bestandteil der Religionsausübung sei.

Symbolbild

Achtjähriger der Blasphemie beschuldigt – Anschuldigungen nach Protesten fallengelassen

Einem achtjährigen hinduistischen Jungen aus der Region Punjab wurde vorgeworfen, mit Absicht auf einen Teppich in der Bibliothek einer Islamschule uriniert zu haben. Diese Handlung legten die Behörden als Blasphemie aus, welche sogar mit dem Tod bestraft werden kann. Ein hinduistischer Tempel wurde von einem wütenden Mob zerstört. Der Junge kam in Schutzhaft, seine Familie ist untergetaucht. Gestern wurden die Anschuldigungen fallengelassen.

Mit Kuh-Urin gegen das Corona-Virus

Eine Hindu-Gruppierung hat eine Party ausgerichtet, auf der Kuh-Urin getrunken wurde, um einer Erkrankung am Corona-Virus vorzubeugen. Die Ausscheidung wurde außerdem dem Erreger dargeboten, um ihn zu besänftigen. Auch von Regierungsseite wird die Flüssigkeit als medizinisches Heilmittel propagiert.

Tote und Verletzte bei Zusammenstößen von Hindus und Muslimen

Das 2019 verabschiedete Staatsbürgerschaftsgesetz der nationalkonservativen indischen Regierungspartei Bharatiya Janata Party hatte von Anfang an die Diskriminierung der muslimischen indischen Bevölkerung befürchten lassen und Sorgen bezüglich der Entstehung eines Hindu-Staats bestärkt. Nun kam es zu Anschlägen auf muslimische Einrichtungen und Kämpfen in Neu-Delhi, die mehr als 20 Menschen das Leben kosteten und über 200 verletzten.