Interview

Naïla Chikhi

"Eine Gesellschaft, die Frauenverachtung toleriert, ist eine anti-aufklärerische Gesellschaft"

Die Nacht zurückzuerobern war eines der erklärten Ziele der Frauenbewegung. Dahinter steht der Anspruch, dass Frauen sich auch nachts frei in der Öffentlichkeit bewegen können, ohne Angst vor Übergriffen. Selten ging das so gründlich schief wie in der Silvesternacht 2015/2016, als hunderte von Frauen vor dem Hauptbahnhof in Köln – aber nicht nur dort – Opfer sexualisierter Gewalt wurden.

"Warum habt ihr nichts dagegen getan?"

Das Ausmaß und die Folgen der Klimaproblematik werden immer gravierender. Doch wenn wir nicht die Hände in den Schoß legen, sondern adäquat handeln, können die schlimmsten Auswirkungen und Schäden noch verhindert werden. Constantin Huber führte hierzu ein Interview mit Prof. Dr. Eicke R. Weber, welcher sich kürzlich mit einigen anderen namhaften Persönlichkeiten zusammenschloss, um für die vollständige Energiewende bis spätestens 2035 einzutreten. Denn eine Hinhaltetaktik bis 2050 käme vor allem den jüngeren Generationen teuer zu stehen.

Ein Tresor für die wichtigsten Nutzpflanzensamen der Welt

Auf der norwegischen Insel Spitzbergen befindet sich einer der größten Schätze der Menschheit: Ein riesiger Saatgut-Tresor, in dem Samen von Nutzpflanzen aus allen Teilen der Erde eingelagert werden. Ziel des Projekts ist es, die immer weiter schwindende genetische Vielfalt von Nutzpflanzen für künftige Generationen zu erhalten. Auch und gerade in Hinblick auf den Klimawandel. hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg führte hierzu ein Interview mit Stefan Schmitz, dem Leiter des Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt.

Ein Kloster in Tibet

COVID-19 auf Tibetisch

Im Jahr 2013 hat Sangey Tashi in New York das Tibetan Community Health Network (TCHN) gegründet. Ziel ist es, medizinische Fakten auf Tibetisch zu vermitteln. Die buddhistische Weltsicht, aber auch Chinas Tibetpolitik erschweren diese Arbeit. Dabei ist medizinische Aufklärung in Covid-19-Zeiten von besonderer Bedeutung.

Dr. Ralf Schöppner

"Erasmus verstand sich als Bürger der Welt"

Auf Erasmus von Rotterdam nimmt nicht nur die Europäische Union mit ihrem Programm zur Förderung eines Studiums im Ausland Bezug, sondern seit kurzem auch eine politische Stiftung, die einer Partei nahesteht, die kaum mit Kosmopolitismus in Verbindung gebracht werden dürfte. Wer also war dieser Renaissance-Denker? Die Humanistische Akademie ist auf einer Tagung dieser Frage nachgegangen. Nun sind die Beiträge als Sammelband erschienen, beleuchten nicht nur Leben und Werk des Erasmus, sondern auch den Humanismus seiner Zeit und die Geschichtspolitik derer, die ihn vereinnahmen. Der hpd sprach mit Herausgeber Ralf Schöppner über die Perspektiven auf den Humanisten.

"Wir müssen keine Angst mehr davor haben, aus unserer Gemeinschaft ausgestoßen zu werden"

Wer kennt sie nicht, die Filmsequenz aus "Moderne Zeiten", in der Charlie Chaplin von der Maschine durchs Leben gejagt wird. In postmodernen Zeiten sind es eher unsere eigenen Ansprüche und die Blicke der anderen, die uns unter Druck setzen. In seinem Buch "Nichts mehr sein müssen" setzt sich Alfred Binder mit unserem unentwegten Streben nach Anerkennung auseinander. Der hpd sprach mit dem Autor über Gleichheit, Weisheit und Lebenskunst.

Wer stirbt mit mir aus?

Der US-Amerikaner Les U. Knight fordert den Freitod der Menschheit. Das geschieht zu unserem Wohl und zum Wohle des Planeten. "Kümmern wir uns lieber um die Menschen, die schon da sind, anstatt immer neue zu erzeugen!", sagt Knight im Gespräch mit dem hpd.

Eine ähnliche Entwicklung wie in den USA ist langfristig in Deutschland möglich

Die Erstürmung des Kapitols in den USA durch Trump-Anhänger hat weltweit für Entsetzen gesorgt. Auch in Deutschland erstürmten Demonstranten der Querdenker-Szene im vergangenen Jahr die Treppen des Reichstagsgebäudes. Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede gibt es zwischen den beiden Ereignissen? Der Humanistische Pressedienst sprach darüber mit dem Extremismusforscher Prof. Armin Pfahl-Traughber.