Konfessionsfreie

Wien, Eingang zur Präsidentschaftskanzlei

Und wo bleiben die Konfessionsfreien?

Österreichische säkular-humanistische Organisationen wie der HVÖ (Humanistischer Verband Österreich) würden gerne als Institutionen ebenso wie Religionen mehr zu Bildung, Sozialem und Ehrenamt beitragen, wenn man sie nur ließe. Bislang ist es nicht einmal möglich, eine rechtliche Gleichstellung zu den Religionen zu erlangen, wie dies in Deutschland mit den säkularen Weltanschauungsgemeinschaften der Fall ist.

Nationalsozialismus und Gottgläubigkeit

Eine gängige Polemik gegen Nicht-Gläubige ist, dass sie ebenso gottlos seien wie die Nazis. Doch wie hielten es die Nazis wirklich mit Gott? Und gibt es tatsächlich historische Zusammenhänge zwischen rechter Gesinnung und Kirchenferne? Wolfgang Proske nähert sich diesen Fragen über eine historische Betrachtung des Begriffs "Gottgläubigkeit".

Weniger Kirchenmitglieder, mehr Konfessionsfreie

Im Jahr 2017 verlor die römisch-katholische Kirche 269.000 Mitglieder in Deutschland, die evangelische Kirche (EKD) sogar 394.000. Die Gruppe der konfessionsfreien Menschen wuchs um 499.000 Personen an, die Gruppe der konfessionsgebundenen Muslime um 105.000. Dies geht aus einer Übersicht der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) hervor, die aktuell auf der Website der Forschungsgruppe veröffentlicht wurde.

Innenministerium will nur mit Religionsgemeinschaften reden

Innen- und Heimatminister Horst Seehofer will eine gesellschaftliche Debatte über Religion und Staat anstoßen. Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) begrüßt diesen Vorstoß und fordert eine stärkere Berücksichtigung der Interessen nicht-religiöser Menschen in der politischen Entscheidungsfindung.

Religionsfreie Geflüchtete: Bedrohung setzt sich in Deutschland fort

Menschen, die wegen ihrer Nichtreligiosität aus ihren Heimatländern fliehen, werden hierzulande weiter bedroht. Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg KdöR fordert den Berliner Senat auf, für einen besseren Schutz von religionsfreien Geflüchteten zu sorgen. Daten und Fakten zur weltweiten Verfolgung von Religionsfreien und Säkularen liefert der "Freedom of Thought Report".

Monika Grütters auf dem 29. Parteitag der CDU Deutschlands am 6. Dezember 2016 in Essen

Religion first? Die ganz normale christliche Selbstüberschätzung

Keine Demokratie und keine Lebensorientierung ohne Religion: Das ist die Kernaussage von Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, in ihrem Gastbeitrag in der Wochenzeitung DIE ZEIT am 9. Mai 2018. Da kommt eine Veranstaltung verschiedener Weltanschauungsgemeinschaften im Roten Rathaus Berlin gerade recht, um erneut die Frage nach einer Diskriminierung aufgrund von Weltanschauung und der Zukunft der hiesigen Religions- und Weltanschauungspolitik aufzuwerfen.

Koalitionsvertrag ohne Konfessionslose

CDU, CSU und SPD haben sich in ihrem Koalitionsvertrag auf die inhaltlichen Eckpunkte einer Fortsetzung der Großen Koalition geeinigt. Der Vertrag gibt wenig Anlass zur Hoffnung, dass demnächst die Interessen nicht-religiöser Menschen in der Politik Beachtung finden werden.

"Religion ist Privatsache und hat in der Politik nichts verloren"

Vergangene Woche veröffentlichte die Tageszeitung "Die Welt" einen Gastbeitrag von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, in dem er eine konservative Wende in Deutschland fordert. Er bezeichnet darin die CSU als Bindeglied - auch zwischen Christen und Konfessionsfreien. Die hpd-Autorin Gisa Bodenstein hat ihm in einem offenen Brief geantwortet.